jenseits bloßer techniken
Nur wenige Ballettpädagogen schaffen es in die Zeitung. Sie können noch so viel Einfluss auf ihre berühmten Schüler haben – meist bleiben sie im Schatten. Janet Panetta, Choreografin und Ballettlehrerin, geboren und aufgewachsen in New York, ist die berühmte Ausnahme. Die «New York Times» widmete ihr einen langen Artikel, weil Janet Panetta 2010 ihr New Yorker Studio schließen musste. 6000 US-Dollar Miete pro Monat konnte sie nicht mehr aufbringen. Nun unterrichtet sie in einem befreundeten Studio. Und verbringt die meiste Zeit in Europa.
Sie unterrichtet Ballett beim Tanztheater Wuppertal, fast jedes Jahr ist sie bei «ImPulsTanz» in Wien, und sie lehrt bei P.A.R.T.S. in Brüssel, seitdem es diese Schule gibt.
Dort stoßen wir ziemlich abrupt zusammen. Ich will hinein ins Haus, die kleine, zierliche Person will heraus, um vor der Tür eine Zigarette zu rauchen. Ihre Haare sind so schwarz wie ihr Pulli und ihre Hose. Ihre heisere Stimme lädt mich sofort zu ihrem Unterricht ein und zu einer Erfahrung, die ich so schnell nicht vergessen werde. Denn ihre Übungen sind ungewöhnlich einfach, aber so direkt, dass man sofort erkennt, wer vom neuen Jahrgang noch nie in den Genuss einer ernst zu ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Oktober 2011
Rubrik: praxis, Seite 68
von Pieter T’Jonck
«Sadeh 21» heißt Ohad Naharins jüngste Arbeit. Vorgestellt beim letzten «Israel Festival», basiert sie wie gewohnt auf seiner «Gaga»-Technik, die durch Improvisation und Bildassoziationen jene Bewegungsqualität erzeugen will, die etwas farbiger, extravaganter und vor allem gefühlsbetonter daherkommt, als man es sonst im zeitgenössischen Tanz zu sehen bekommt.
Man...
bochum: william forsythe
Vielleicht dieses oder doch etwas anderes – wer die Wahl hat, hat nicht die Qual, sondern die Lust, Kompetenzen zu erwerben, um sich als Tänzer zu entscheiden. Für diese Bewegung oder jene. Die unstillbare Lust, mit der William Forsythe an der Erweiterung der Potenziale des Tanzes arbeitet, eröffnet seinen Tänzern ungewohnte Freiheiten. Auch...
Was passiert mit uns? Was machen wir jetzt? Die Fragen kehren immer wieder in ihren «Lessons in Revolting», die Laila Soliman, Ruud Gielens und ihr Team in Kairo uraufgeführt und kurz danach beim Festival «Theaterspektakel» in Zürich präsentiert haben. So fragten sich die Leute täglich auch während der Revolution: Wo sie hingehen würden, vor was sie fliehen...
