Imperium
Carsten Brosda, Sie sind seit 2011 in Hamburg. Was war Ihr erster Kontakt mit dem Hamburg Ballett?
Zunächst war ich ja für Medien zuständig, und damals war das Ballett auf einer Senatsveranstaltung Teil des Abendprogramms. Richtig intensiv wurde meine Beschäftigung mit dem Hamburg Ballett ab 2016, als ich als Staatsrat in die Kulturbehörde gewechselt bin und dann auch unmittelbar Verantwortung für das Ballett übernommen habe.
Wenn ich mir Ihre Biografie anschaue, bekomme ich den Eindruck, dass das Ballett nicht unbedingt Ihr zentrales Feld ist …
Das ist nicht ganz falsch. Ich bin zwar aufgewachsen mit dem Ballett Schindowski am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen, das habe ich mir aber eher laienhaft angeguckt und mich nicht professionell damit beschäftigt. Persönlich habe ich meine Tanzschule nach dem Grundkurs abgebrochen, aber eher aus kulturellen, weniger aus tänzerischen Gründen.
Und jetzt?
Ich finde faszinierend, was für eine Bandbreite an Ausdrucksformen der Tanz bietet. Ich habe auch das Gefühl, dass in den performativen Künsten der Tanz in allen Variationen und Facetten, also vom klassischen Ballett bis zu den avantgardistischen Spitzen, nochmal eine neue Dimension ...
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Tanz Jahrbuch 2023
Rubrik: John Neumeier, Seite 116
von Falk Schreiber
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