Hoffnungsträger: Raimund Hoghe

16 Tanzakteure mit den besten Aussichten

Er ist 70 Jahre alt. Ein Hoffnungsträger? Er trägt jedenfalls seine Bühnenstücke in die Theater und zum Publikum hin. Wie Pakete. Die packt er aus. Dann gibt er etwas ab. Was und wie man ihm das abnimmt, ist die Frage, immer wieder. Ob man mehr als zuschaut, nämlich hinschaut. Vielleicht gar aufschaut.

Hoffnung ist ein zu kleiner oder zu einfacher Begriff für das, was er seit 27 Jahren choreografiert.

Hoghe, der mit einem Buckel auf die Welt kam, in Wuppertal, und in den muffigen 1950er-Jahren von seiner Mutter alleine erzogen wurde, der als Kind Theaterstatistenluft schnupperte, sich aufs Schreiben verlegte, Journalist wurde, berühmte und ganz unberühmte Menschen porträtierte, der bei Pina Bausch und dem Tanztheater landete, zehn Jahre blieb als Dramaturg; der sich dann selbst mitten auf die Bühne stellte. Oder sich dort neben andere Tänzer legte, die er selbst arrangiert hatte. Der um sie herumging. Bei ihnen kniete. Der lief, balancierte, Dinge ablegte und auflas. Der sie anfasste, oder sich von anderen anfassen ließ.

Er lässt sich berühren: von der Historie verfolgter Künstler, von Monumenten der Tanzgeschichte, von Diven, von Musik. Von dem, was Tänzerinnen und Tänzer tun, ...

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Tanz Jahrbuch 2019
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 169
von Melanie Suchy