Highlights 5/21
Brüssel
KUNSTENFESTIVALDESARTS
In diesem Jahr ist das Schaufenster der europäischen Tanzavantgarde zweigeteilt: Im Mai gibt’s eine erste Tranche, die teils hybrid gezeigt werden wird, im Juli dann eine vollständige Live-Version. Mit dabei ist die Rambert-School-Absolventin Ayaka Nakama, dazu die New Yorker Choreografin und Tänzerin Faye Driscoll, die zuletzt am Walker Art Center bewies, dass ihre Arbeiten auch online funktionieren.
Auch alte Bekannte wie Nacera Belaza sind wieder da, die mit ritualhaften, in tranceartige Zustände einmündenden Rundtänzen Furore gemacht hat, sowie der iranische Queer-Star Sorour Darabi – und Mariano Pensotti mit dem Filmprojekt «El Pùblico», das die Zuschauenden selbst zum Thema hat. Vom 7. bis zum 30. Mai und vom 1. bis zum 8. Juli; www.kfda.be
Köln
CIRCUSDANCEFESTIVAL
Festivalleiter Tim Behren pariert den erratischen Lockdown-Kurs der Politik mit einem flexiblen Stufenplan: Ein dreigeteiltes Zugangssystem soll ermöglichen, dass das digitale Programm – lagebedingt – für Live-Publikum auf die neue Outdoor-360°-Rundbühne bzw. auf eine Open-Air-Videowand verlegt werden kann. Schwerpunkt sind neue Arbeiten an den Schnittstellen von Zirkus und Tanz. Die ...
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Tanz Mai 2021
Rubrik: Kalender, Seite 28
von
Es spukt in Versailles. Sharon Eyal, die israelische Choreografin, hat eine erratische zehnköpfige Tanzmeute durch die royalen Treppenhäuser gejagt, dorthin, wo das Modelabel Christian Dior seine Herbst/Winter-Kollektion 2021/22 zeigt. Tänzerinnen in hautengen Trikots kontrastieren mit zu allem entschlossenen Models in durchsichtigen Röcken und blauen...
Kann ein Rhythmus, ein mit den Händen geschlagener Takt, bereits politisch sein? In Kate McIntoshs «To Speak Light Pours Out» ist er das auf jeden Fall. Die in Brüssel arbeitende Neuseeländerin hat das Stück – koproduziert u. a. von PACT Zollverein, Künstlerhaus Mousonturm, Wiener Festwochen – in einer Residenz am Schauspiel Leipzig erarbeitet. Sie untersucht darin...
Eine minimale Bewegung öffnet einen maximalen Spielraum. Doch manchmal braucht es dafür eine Schule des Schauens. Auf die feine Geste gelenkt, weitet sich der Blick, macht die Schranken im Kopf durchlässig und entlarvt so das ständige Messen an Normen als unproduktives Scheingefecht. Was für eine Befreiung! Allein die subtil vermittelte Erkenntnis, dass subjektives...
