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nordwind-festival

Es ist doch so: Wickie, Pippi Langstrumpf und Pettersson & Findus gehören zum Inventar jeder Kindheit, aber ausgewachsene Mitteleuropäer bekennen sich zu Skandinavien und Smørrebrød meist nur als Sommerfrischler, die nach erträglichen Hitzegraden dürsten. Ein Fehler, denn das weite Feld der Theaterkunst beackern unsere nördlichen Nachbarn mit Hingabe, und was dabei herausspringt, wird drei Spätherbstwochen lang beim Nordwind-Festival präsentiert.

Alma Söderbergs Solo-Beitrag ist passenderweise mit «Travail» betitelt, während Charlotte Engelkes zum Wagner-Jahr als Walküre posiert und unter dem Motto «All is Divine» zwischen Göttern und Menschen Begegnung stiftet. Klingt doch verlockend nach Tanz-Walhall!

Vom 22. November bis 14. Dezember, nordwind-festival.de

 

 

moskau_________

marco spada

Das hat am Bolshoi gerade noch gefehlt: eine Räuberpistole aus der Zeit der Ballettromantik. Doch selbst wenn am Ende «Marco Spada» das Zeitliche segnet, gerät in dem Zweiakter außer ihm niemand in Gefahr. Der Boss hat schließlich Charakter, und weil seine angebliche Tochter einen Grafen liebt, wird dem Adel kein Haar gekrümmt. 1857 hat Joseph ...

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Tanz November 2013
Rubrik: kalender und kritik, Seite 34
von

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le corsaire

120 Tänzer auf der Bühne, aufgeboten für eine Liebes-Saga mit Piraten-Flair, arrangiert von keinem Geringeren als Alexei Ratmansky (im Schulterschluss mit Yuri Burlaka): 2007 feierte diese «Corsaire»-Inszenierung im Namen des Bolshoi Premiere, wiewohl das Stammhaus damals wegen der millionenschweren Restaurierung geschlossen war. Dem...

charleroi: Johanne Saunier: «Modern Dance»

«Sicher liegt ein Widerspruch darin, einen Tanzmarathon in 60 Minuten abhandeln zu wollen, aber ein Stück von einer Stunde ist doch heute eher lang», sagt Johanne Saunier trotzig über ihre Kreation «Modern Dance». Die Tanzmarathons, die in den 1920er-Jahren in den USA für Furore sorgten, hat sich schon Mathilde Monnier (tanz 8-9/12) gewidmet und dabei manchen...

apotheose des opfers

1973, mit dem Tod von Mary Wigman, gelangten die umfänglichen, von ihr selbst akribisch (aus-)sortierten Aufzeichnungen ans Berliner Archiv der Akademie der Künste (West). Das geschah in einer Zeit, als die Aufarbeitung des Nationalsozialismus hoch oben auf der Fahne stand und eine These schnell die Oberhand gewann: Alle Künstler, die sich bis 1945 nicht eindeutig...