Haltung bewahren

In der britischen Kulturszene hat die Brexit-Anpassung begonnen. Auch der Tanz steht vor großen Herausforderungen.

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Es ist fast ein Ding der Unmöglichkeit, das Reisen, während der zweiten, dritten Pandemiewelle – besonders, wenn man auf einer Insel lebt. Und erst recht, wenn dort eine aggressive Virusmutation grassiert. Im allgemeinen Ausnahmezustand hat sich die Brexit-Umstellung bislang ziemlich gut verstecken lassen: Wer kann schon sagen, wieso im Supermarkt die Regale halb leer sind und der kontinentale Lieblingsanbieter im Moment nicht über den Ärmelkanal liefert?

Der Brexit ist weit schroffer ausgefallen, als es sich 2016 die meisten wohl haben träumen lassen.

Und weil der Deal erst in allerletzter Minute zustande kam, konnten sich Unternehmen – ob Tanzkompanie oder Fischereibetrieb – kaum vorbereiten. Jetzt vermengen sich die (pandemisch eskalierten) Anfangs- und die systemimmanenten Dauerschwierigkeiten. Ein Beispiel aus dem eigenen Haushalt: Für Spanien wird nun eine Arbeitserlaubnis gebraucht. Anfang Februar tragen wir mithilfe der Agentur und des Veranstalters nach bestem Vermögen 13 verschiedene Dokumente zusammen. Ein Konsulatsbeamter kommt mit Fingerabdrucklesegerät ins Haus (wegen der Quarantäne in Folge einer brexitmäßig unproblematischen Reise nach Deutschland). Kosten: ...

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Tanz April 2021
Rubrik: Brexit, Seite 48
von Wiebke Roloff-Halsey

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