Haltung bewahren
Es ist fast ein Ding der Unmöglichkeit, das Reisen, während der zweiten, dritten Pandemiewelle – besonders, wenn man auf einer Insel lebt. Und erst recht, wenn dort eine aggressive Virusmutation grassiert. Im allgemeinen Ausnahmezustand hat sich die Brexit-Umstellung bislang ziemlich gut verstecken lassen: Wer kann schon sagen, wieso im Supermarkt die Regale halb leer sind und der kontinentale Lieblingsanbieter im Moment nicht über den Ärmelkanal liefert?
Der Brexit ist weit schroffer ausgefallen, als es sich 2016 die meisten wohl haben träumen lassen.
Und weil der Deal erst in allerletzter Minute zustande kam, konnten sich Unternehmen – ob Tanzkompanie oder Fischereibetrieb – kaum vorbereiten. Jetzt vermengen sich die (pandemisch eskalierten) Anfangs- und die systemimmanenten Dauerschwierigkeiten. Ein Beispiel aus dem eigenen Haushalt: Für Spanien wird nun eine Arbeitserlaubnis gebraucht. Anfang Februar tragen wir mithilfe der Agentur und des Veranstalters nach bestem Vermögen 13 verschiedene Dokumente zusammen. Ein Konsulatsbeamter kommt mit Fingerabdrucklesegerät ins Haus (wegen der Quarantäne in Folge einer brexitmäßig unproblematischen Reise nach Deutschland). Kosten: ...
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Tanz April 2021
Rubrik: Brexit, Seite 48
von Wiebke Roloff-Halsey
Auditions
Das Bayerische Staatsballett, Ballettdirektor Igor Zelensky
sucht Tänzer*innen mit exzellenter klassischer Technik
Bewerbung nur online über: www.staatsoper.de/balletaudition Die Teilnahme zu einem privaten Vortanzen erfolgt ausschließlich auf Einladung; auditions@staatsoper.de
«Bad Honnef tanzt»
sucht für den Neustart des edukativen Bühnenprojektes zum...
Gauthier Dance
The Dying Swans Project
«Wie sterbende Schwäne» hätten seine Tänzer die Köpfe hängen lassen, als er ihnen den zweiten Lockdown verkünden musste, so Eric Gauthier, Chef von Gauthier Dance am Stuttgarter Theaterhaus. Aus dem Bild entstand die Idee zu einem digitalen Abend aus Schwanen-Solos: 16 Tänzer, 16 Choreografen, 16 Komponisten und (fast) 16...
Ich kann mich weder an den Beginn noch an das Ende unserer Bekanntschaft erinnern. Die erste Situation mit Patrick Dupond, die ich vor mir sehe, ist in einer Hotelbar, erstaunlicherweise in meiner Heimatstadt Milwaukee, Wisconsin. Er gastierte beim Milwaukee Ballet, und ich war zufällig ebenfalls dort. Ich lud ihn nach Hamburg ein, um 1979 «Daphnis und Chloë»...
