Glanz und Glamour

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sind die gängigsten Treibstoffe aller PR, im Tanz wie fast überall. Pressefotos werden auf Attraktivität getrimmt, Insta-Accounts von Kompanien und Tänzer*innen häufig zur Imagepflege betrieben. Dass es auch anders geht, dass das Netzschaufenster sich auch als biografisches Tool (quasi mit Echtheitszertifikat) nutzen lässt, hat gerade Tierney ­Heap bewiesen, Erste Solistin des Royal Ballet London. Oder genauer gesagt: Ex-Ballerina besagter Company. Wie es dazu kam, hat die 28-Jährige über drei Jahre hinweg protokolliert und gepostet.

2018 wird Tierney Heap in den ersten Solo-Rang befördert, wenig später zieht sie sich eine Verletzung des linken Knöchels zu. Tierney ist jung, sie ist gut, sie wird von ihren Kolleg*innen unterstützt, kriegt Zuspruch von allen Seiten. Das wird schon, das schaffst du, wir warten auf dich – wann stehst du endlich wieder auf der Bühne? Das wollen vor allem die Fans wissen, und die Kritiker*innen. Denn Heap gilt als hochdramatische Tänzerin, als herausragende Schauspielerin im Spitzenschuh – eine Frau, die «Carmen» tanzen kann und ebenso gut die Fliederfee im «Nussknacker» oder Myrtha, die ­Königin der untoten Wilis in «Giselle». Natürlich wünscht sich ...

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Tanz 6 2022
Rubrik: Editorial, Seite 1
von

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