Filipe Portugal

Neun Tanzakteur*innen mit den besten Aussichten

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Wer sagt eigentlich noch, Choreografieren könne man nicht lernen? Zumindest nicht durch ein Studium? Filipe Portugal jedenfalls hat studiert, und er hat gelernt. Das zeigte Ende Mai das Festspiel «Heimlich seufzen die Winde» in der Klosterkirche Königsfelden bei Brugg im Schweizer Kanton Aargau. Den aus Portugal stammenden, langjährigen Solisten im Ballett Zürich kennt man schon seit einigen Jahren als feinen, höchst musikalischen Choreografen. Seine Ballette waren der Neoklassik verbunden, mit Spitzentanz und einer Eleganz, die hoch hinaus wollte.

Sie waren immer schön, aber häufig etwas brav, als müssten sie erst lernen, das, was sie wollen, auch zu tun. Dann allerdings schrieb sich Portugal bei der Zürcher Hochschule der Künste für den Master-Studiengang «MA Dance, Choreography» ein – und seine Ballette sind mit ihm gewachsen, haben an Kraft und Energie gewonnen. Am Festspiel «Tanz & Kunst Königsfelden» lässt er in der Klosterkirche zehn Tänzerinnen und Tänzer zu live gesungenem und gespieltem Fado tanzen, schickt sie in den Boden, lässt Arme fliegen und Hände flattern. Dies mit der Musikalität, die von seinen Arbeiten am Opernhaus Zürich her bekannt ist. Das renommierte ...

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Tanz Jahrbuch 2023
Rubrik: Wegweisend, Seite 151
von Lilo Weber

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