edward clug

Bloß kein Zwang, bloß keine Scheuklappen: Wenn er sich auf den Augenblick einlässt, geht dem Rumänen das Proben schnell von der Hand. Obwohl er es beim Stuttgarter Ballett gerade mit einer echten Herausforderung zu tun hat

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«Exactly.» Das Lob geht Edward Clug leicht über die Lippen. Immer wieder fällt das Wort, während er – unter den Augen eines großen Cranko-Fotos – völlig unverkrampft fürs Stuttgarter Ballett ein neues Stück erarbeitet. Noch ist es im Entstehen. Noch weiß der 40-Jährige nicht, wo es ihn am Ende einmal hinführen wird. Aber die Art und Weise, wie Friedemann Vogel und Marijn Rademaker, wie Evan McKie und Constantine Allen sein Bewegungsmaterial umsetzen, scheint ihm zu gefallen. Sicher, an der Dynamik könnte etwas verbessert werden. Der Geste fehlt eine gewisse Härte.

Doch die stellt sich nach den ersten Wiederholungen allmählich ein. Ein abschließender Durchlauf zu eingespielter Musik, und schon ist Clug einen Schritt weiter.

Kaum vorstellbar, dass das alles neu sein soll, so schnell geht das. Doch nach der Probe versichert mir Clug glaubhaft, dass alles spontan entstanden ist. «Ich lasse mich ganz auf den Augenblick ein», sagt er. «Und damit meine ich: auf die Menschen, die vor mir stehen. Sicher, ich kenne die Musik. Ihr Klang ist mir in einer Computeranimation vertraut. Aber ich möchte erst einmal eine choreografische Situation schaffen, in die ich sie später einpasse. Mein ...

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Tanz Mai 2014
Rubrik: menschen, Seite 16
von Hartmut Regitz

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