Editorial tanz 7/24

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Montero, Otrin, Goecke waren – chronologisch geordnet – die drei Herren, die im schönen Monat Mai eine neue Betätigung fanden: Goyo Montero, seit 2008 Tanzchef am Staatstheater Nürnberg und dortselbst Vollbringer eines «Fränkischen Tanzwunders», wechselt im kommenden Jahr ans Staatstheater Hannover und beerbt (nach einem sehr ansehnlichen Interim, gemanagt von Christian Blossfeld) den vermutlich bekanntesten Choreografen der Republik, Marco Goecke. Der nun leider nicht aufgrund seiner formidablen Kunst berühmt ist, sondern wg. der Fäkalattacke auf eine Kritikerin im Februar 2023.

Weshalb er in Hannover seinen Hut nehmen musste (tanz 4/23) – den er nun, ein gutes Jahr später, wieder aufsetzen kann. Und zwar in Vorbereitung seiner künstlerischen Direktion am Theater Basel, die im Sommer 2025 beginnt. Geht das? Darf jemand nach solchem Übelangriff und relativer kurzer Zwangspause wieder in eine Spitzenposition einrücken? Nicht, wenn er so tut, als wäre nichts geschehen. Goecke aber und der Intendant Benedikt von Peter lieferten angesichts eines erwarteten kollektivmedialen «On accuse» eine so bußfertige wie glaubhafte Pressekonferenz mit mehr als einem «Je regrette». Mit der Folge, ...

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Tanz Juli 2024
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Dorion Weickmann

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