Dresden: William Forsythe, Jacopo Godani «N.N.N.N.», «Echoes from a restless soul», «From now on»
Jacopo Godani hat Erfolg. Seine Dresden Frankfurt Dance Company tourt ganz gut und zieht Publikum an. Sein neues Programm, das in Frankfurt im Bockenheimer Depot Premiere feierte, weckt die «Echoes from a Restless Soul» von 2016 wieder auf, zeigt ein nagelneues «From now on» und schiebt «N.N.N.N.» von William Forsythe dazwischen. Als Godani 2015 die ehemalige Forsythe Company übernahm, waren Forsythe-Neueinstudierungen Teil des Programmversprechens.
Diese vier Ns meinen jeden oder niemanden und machen Freude beim Wiedersehen; nur könnten die drei Tänzer und eine Tänzerin die Kontraste zwischen «Lose» und «Gespannt» noch deutlicher machen. Denn das Quartett ist eine Lektion über Schwingmechanik: Ein Körperteil wird losgelassen und der Schwerkraft ausgeliefert oder selbst geworfen oder angestupst. Das hochgezogene Knie stößt den Ellbogen über ihm an. Eine Hand hält die andere am Gelenk und lässt sie fallen. Die fliegenden Hände landen auf Schultern, Köpfen, Händen. Der Witz an «N.N.N.N.» sind die Landungen auf fremdem Terrain: die Hand auf dem Kopf des Nächsten, auf Kollegenschulter, am Nachbarbauch. Wie sich das wohl anfühlt? Ein fröhliches Experiment mit Wahrnehmung, ein ernstes ...
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Tanz November 2018
Rubrik: Kritik, Seite 37
von Melanie Suchy
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