Dimitris Papaioannou «Ink»

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Wasser fasziniert Dimitris Papaioannou schon immer. In der Performance «Ink» setzt er es als symbolisches und skulpturales Element ein: Aus einem Sprinkler werden Hunderte Liter auf der mit Plastikplanen verhängten Bühne im Haus der Berliner Festspiele versprüht, gleich zu Beginn durchnässt ein Strahl den Performer. Später sammelt Papaioannou das Wasser in einem runden Behältnis und hält die Attrappe eines Oktopus in dem Fischglas. Die Herkunft des Performers aus der Bildenden Kunst ist in «Ink» nicht zu übersehen.

Die visuelle Gestaltung, der Einsatz des Lichts sind exquisit, der Performer verschwindet schon mal in einem feinen Sprühnebel. Das Spiel mit Symbolen und mythischen Referenzen hat etwas Fluides, Enigmatisches.

Wie Papaioannou stoisch seinen Verrichtungen nachgeht, wirkt zunächst etwas langatmig. Dramatisch wird es allerdings, wenn der junge Tänzer Šuka Horn aus dem Wasser auftaucht. Wie ein zappelnder Fisch oder eine Amphibie mutet seine nackte Gestalt an – oder wie eine Schimäre. Papaioannou versucht zunächst, den Eindringling abzuwehren, das Ringen des jungen und des alten Mannes durchläuft dabei unterschiedliche Phasen: Mal scheinen sie Vater und Sohn, Meister und ...

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Tanz Dezember 2023
Rubrik: Kalender, Seite 45
von Sandra Luzina

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