Die Hoffnungsträger
sind ein junges weißrussisches Paar, das derzeit am Estnischen Nationalballett mit Hauptpartien betraut wird und dort unter Ballettdirektor Toomas Edur eine rasante künstlerische Entwicklung vollzogen hat. In der Tallinner Kompanie herrscht zwar kein Mangel an hervorragenden Tänzerinnen und Tänzern, doch Shkatula und Klimuk haben sich in Klassikern wie «Manon», «La Bayadère» und jüngst auch in «Schwanensee» als ganz besonderes Duo entpuppt. Als Protagonisten in «La Bayadère» ertanzten sie sich im letzten Dezember auch an Venedigs Teatro La Fenice begeisterte Kritiken.
Die vorläufige Krone jedoch setzten sie ihrer Bühnenpartnerschaft am Premierenabend von Edurs herausragender neuer «Schwanensee»-Produktion auf.
Edur hat Shkatulas Talent augenblicklich erkannt, als das junge Mädchen vor einigen Jahren zu seiner Truppe stieß. Sie besitzt die lange Körperlinie einer Svetlana Zakharova, die lyrischen Qualitäten einer Lopatkina, ist dabei aber vor allem eine hochgespannte, hypersensible Tänzerin, die Selbstzweifel kennt und sich mit überaus selbstkritischer Disziplin vorbereitet – um dann alle Energien für den spektakulären Auftritt zu bündeln, ihre Arabesques scheinbar ins Unendliche zu ...
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Tanz Jahrbuch 2016
Rubrik: Die Saison 2015/16, Seite 172
von Mike Dixon
platzt förmlich vor Energie, wenn er mit dem New York City Ballet auf der Bühne tanzt, egal ob in Balletten von George Balanchine, Peter Martins, Alexei Ratmansky oder Justin Peck. Mit seiner naturgegebenen Spannkraft, seinem biegsamen Torso und einem beachtlichen Gespür fürs richtige Atmen veredelt er die Architektur und Expressivität jeder Choreografie. Weitet...
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