Der Lehrer: Dhélé Tchekpo Agbetou

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Sie geben zwei Workshops bei der «Tanzwerkstatt Europa» in München. Was erwartet einen da? 
Ein Workshop richtet sich an Teenager. Wir schaffen hier Zugänge zu verschiedenen urbanen oder Streetdance-Stilen und -Kulturen, es geht um Hip-Hop, Oldschool und Newstyle, es geht um Housedance. Es geht um Funkdance wie Locking, Popping, Robot. All das sind Social-Dance-Formen und Clubkultur-Tänze, urbane Stile der vergangenen 60 Jahre. Der andere Workshop ist für professionelle und semiprofessionelle Tänzer*innen ausgerichtet.

Dort werden urbane und zeitgenössische Tanzstile fusioniert. Mit den Jahren versuche ich als studierter urbaner und zeitgenössischer Tänzer, immer mehr Brücken zu bauen, denn urbanes und zeitgenössisches Tanzverständnis kommen aus verschiedenen kulturellen Hintergründen und haben verschiedenen Bewegungsqualitäten und Philosophien, ein anderes Verständnis von Tanz und von Musik. Oft wird das Urbane fürs Zeitgenössische irgendwie als Inspirationsquelle genutzt, aber aus der urbanen Perspektive fehlt meist das Respektieren der Kulturen, die nicht gewürdigt sind als kulturelles Gut. Unter anderem das schafft Spaltung, aber eigentlich wäre es schön, wenn man dem eine ...

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Tanz Juli 2024
Rubrik: Praxis, Seite 72
von Falk Schreiber

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