chuck morris
Welche Wünsche hat man an den Tanz, und wer ist geeignet, diese zu erfüllen? Was suchen wir allabendlich auf der Bühne? Ein Stück von der Freiheit, eine wirklich gute Idee, ein Bild für den nächsten nächtlichen Albtraum? Und wer kann gar die Fahne der Hoffnung tragen – oder ist es eine Fackel? Wenn jemand für die Hoffnung einstehen kann, dann wohl das Performerinnenduo Chuck Morris, allerdings würde es sie zugleich per Aufführung dekonstruieren. Chuck Morris, das ist ein Künstlerinnenduo unter Männernamen, der an den Filmhelden Chuck Norris erinnert, umweht vom Wilden Westen.
2008 haben sich Cecilie Ullerup Schmidt und Lucie Tuma am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen zusammengefunden, um etwas von alldem zu realisieren: ein Stück von der Freiheit, kluge Ideen, zu eigenwilligen Bildern verspielt. Sie durchstöbern Theorie, Kunst und Popkultur, um sich ebenso wie ihrem Publikum Potenziale und Utopien für eine scheinbar alternativlose Gegenwart einzuräumen.
Wie könnten wir sein, und wie die Welt? Ist wirklich schon alles gesagt oder getan? In ihrer Arbeit als Duo streben sie danach, den Status der Einzelnen aufzuheben, im Möglichkeitsraum des Theaters deklinieren sie ...
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Tanz Jahrbuch 2014
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 153
von Esther Boldt
Das passiert viel zu selten: dass sich ein Balletttänzer wie Robert Robinson raus aus dem geschützten Raum der Staatstheater wagt. Der Brite tanzt erst die zweite Saison in der Gruppe des Stuttgarter Balletts. Und doch fühlt es sich an, als sei der schlaksige Kerl schon viel länger in town. Das liegt daran, dass der 21-Jährige häufig auf der Bühne zu sehen ist;...
«Ich bin der stille Schatten im Hintergrund», sagt Christopher Roman einmal in der Mitte des langen Gesprächs. Wenn es um die Forsythe Company geht, ist die Rede zur Zeit meist von William Forsythe selbst, der die Leitung aus gesundheitlichen Gründen abgegeben hat, aufgeben musste, und Jacopo Godani, der ab August 2015 an die Spitze einer Truppe rückt, die dann...
Einer der hammerharten Sprüche des samoanischen Theatermannes und Choreografen Lemi Ponifasio geht so: «Gott mag die Künstler nicht, weil sie selbst Schöpfer sind.» Was er da sagt, zeugt von absolut unerschütterlichem Selbstbewusstsein und einer Freigeisterei, die man angesichts der blitzblank-schönen Oberfläche seiner Stücke erst einmal nicht vermuten möchte....
