Bücher, CD, DVDs November 2017

Virtual reality: Gilles Jobin

VR_I steht für Virtual Reality Immersive und ist das jüngste Kind des umtriebigen Gilles Jobin, ein Pionier in Sachen 3D. Nach seinem Film «Womb» (tanz 3/17), der sich noch mit einfacher 3D-Brille genießen ließ, tauchen nun fünf Zuschauer gleichzeitig in virtuelle Welten ein und können darin miteinander tanzen, bewehrt mit VR-Brille und einem Anzug, der jede Bewegung per Motion Capture in Echtzeit umrechnet.

Das dreidimensionale Tanzstudio, das der Computer errechnet, lässt sich nicht nur wie eine Landschaft in jede Richtung betrachten, es bringt auch natürliche Dimensionen in Unordnung. Jobin, der Schweizer Tanzpreisträger, lässt seine Akteure mal zu 30 Meter hohen Riesen wachsen, mal zu fünf Zentimeter kleinen Zwergen schrumpfen. So sieht man sich selbst entweder als Riese oder die Welt aus der Kinderperspektive. Einen Monat lang hat die Kompanie um Gilles Jobin zusammen mit der Genfer Softwareschmiede Artanim von Caecilia Charbonnier und Sylvain Chagué gearbeitet. Nicht etwa, um eine vom Kino her gewohnte hyperrealistische Spielegrafik zu erzeugen, sondern um die Dynamik der Bewegung selbst präzise aufzeichnen und sofort wiedergeben zu können – ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz November 2017
Rubrik: Medien November 2017, Seite 62
von Red.

Weitere Beiträge
Newcomer, Personalien, Short cuts November 2017

Newcomer: Romain Thibaud-Rose

Beim Hochschul-Tanzabend in Frankfurt am Main fiel 2010 ein Student mit einem eigenen Solo auf, weil er sprach, und das mit guter Stimme. Romain Thibaud-Rose erzählte von der Landschaft seiner Kindheit, durch die er sich nun mit langen Beinen und ruhig rotierenden Armen bewegte. Das schabte am Tanz, suchte ihn noch. Vielleicht kein...

Die tänzerische Hand

Cherchez la femme! Obwohl zeitlebens unbeweibt, haben im Junggesellen-Leben von Ernst Oppler gleich zwei Frauen eine alles entscheidende Rolle gespielt: die eine eher indirekt, die andere unmittelbar, wenn auch nicht ganz so «intim», wie man aufgrund seiner Bilder vielleicht glauben könnte.

Geschlossene Vorstellung, 1909

Frau Nr. 1: Tilla Durieux. Es werden sich...

Ausstellungen, Screenings, Ausblicke November 2017

Ausstellung

Eric und Jula Isenburger

Die Wenigsten werden von Anna Jula Elenbogen jemals gehört haben. Auch ­unter ihrem Künstlernamen Jula Géris ist die Ausdruckstänzerin heutzutage kaum ein Begriff. Allenfalls erinnert man sich der Polin als Muse ihres Mannes Eric Isenburger. Schon während ihrer Ausbildung an der Schule Hellerau-Laxenburg und bei Gertrud Kraus...