Buch, CD, DVD 4/22

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Sphères No. 7
«Petites communautés, grandes histoires» diesem Motto hat sich die Redaktion des französischen Magazins «Sphères» verschrieben. Nach Pilgern, Tätowierten, Tiefseetauchern, Pfeifenrauchern … nimmt sich die siebte Ausgabe der alle drei Monate erscheinenden Publikation über «kleine Communities, große Geschichten» eines Themas an, dessen Gemeinde, wie sie selbst feststellt, gar nicht mal so klein ist: «Les Danseurs» ist ein feines Heft mit Gesprächen, Reportagen und Notizen rund um den Tanz – und ausgesprochen französisch.

Heißt hier: Delikat zubereitet und nie zu offensiv wirkt die inhaltliche Mischung, die vom Startänzer über Milongas bis zu Genderfragen alles abdeckt, was gerade so im Gespräch ist. 

Da schildert etwa der 28-jährige Danseur étoile der Pariser Oper, Hugo Marchand, dass er seinen eigenen Körper nicht sonderlich hübsch findet und sich am Ende einer Arbeitswoche «ich muss mich ja jeden Tag sechs Stunden im Spiegel anschauen!» eigentlich nicht mehr ausstehen kann. Der Regisseur Cédric Klapisch erinnert sich an die Anfänge seiner Tanzbegeisterung im Schlepptau der Mutter, die Abonnentin des Théâtre de la Ville wie des Châtelet war. Ausführlich gewürdigt wird ...

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Tanz April 2022
Rubrik: Medien, Seite 58
von

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Termine 4/22

Aachen
Fabrik Stahlbau Strang
 «Asylum», Choreografie von Rami Be’er, Kibbutz Contemporary Dance Company. 1.–3. April Für «Flow» hat sich die Schweizer Cie Linga von Schwarmformationen im Tierreich inspirieren lassen. 7.–10. April www.schrittmacherfestival.de 

Altenburg Theaterzelt Premiere «Impulse», Ballette von Nanine Lining, Ihsan Rustemund Nils Christe. 10.,...

Schatzgräber

Er kann zufrieden sein. Mit seinen neunzig Lebensjahren genauso wie mit dem Erfolg seines letzten Balletts. An der Pariser Opéra, also dort wo für ihn alles begonnen hat, brachte Pierre Lacotte im vergangenen Herbst eine Bearbeitung von Stendhals Literaturklassiker «Le Rouge et le Noir» auf die Bühne, die zeigt, wie historisierendes Handlungsballett heute noch...

Die Zeitreisende

Ist das nun der dritte, vierte oder fünfte Stock? Die Besucherin weiß es nicht zu sagen, obwohl sie gerade erst aus dem Aufzug steigt. Die Architektur ist verwirrend, lauter im Zickzackmuster angelegte Korridore und Fensterfronten, unterbrochen von flächigem Sichtbeton. Das Ziel ist ein unspektakuläres Büro: Schreibtisch, Bücherregal, Ledercouch. Ein Arbeits-,...