bettina masuch
Bye bye Bertram, bonjour Bettina: Das tanzhaus nrw erlebt mehr als ein Update. Nach der 35 Jahre währenden Ära Bertram Müller wagt es einen Neustart. Alles frisch – die Farben des Corporate Design, die Programmatik und das Auftreten der neuen Intendantin.
Bettina Masuch ist so ganz anders als ihr Vorgänger. Weniger die umtriebige Netzwerkerin als die besonnene Macherin. Entsprechend ausgeruht geben sich Neukonzeption und Arbeitsphilosophie.
So geht das tanzhaus auf die Wünsche der Künstler nach langfristigen Arbeitsbeziehungen ein, weg von «nomadischem Produzieren» und künstlerischen Kompromissen. Es gibt drei Residenzkünstler am Haus, das ihnen über zwei Jahre als Homebase dient. Bei der Auswahl hat die 49-jährige Solingerin den Blick klar in die Zukunft gerichtet. Es sind allesamt junge Choreografen an der Schnittstelle vom Newcomer zum etablierten Tanzschöpfer: Alexandra Waierstall (Düsseldorf), Sebastian Matthias (Berlin) und Jan Martens (Antwerpen). Bettina Masuch nennt sie Factory Artists als Verbeugung vor dem Ur-Tanzhaus, der Werkstatt e.V. – und «Botschafter», nicht «Gäste». Innovation auch beim audience development: Zu den Publikumsgesprächen kommen physical ...
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Tanz Jahrbuch 2014
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 163
von Bettina Trouwborst
Bis heute lebt das Stuttgarter Ballett von John Crankos wenigen Werken. Wohl entsteht hier ständig Neues, aber die berühmten Handlungsballette – von «Romeo und Julia» (1962) über «Onegin» (1965) bis «Der Widerspenstigen Zähmung» (1969) – sind seit dem Tod des Choreografen im Jahr 1973 der finanziell stets einträgliche Grundstock der Kompanie und auch der Grund,...
Neben den Werken stil- und modebildender Kollegen wie Wayne McGregor oder Marco Goecke wirken seine minimalistischen Ballette fast ein bisschen verschwindend, manchmal geradezu lakonisch. Aber nicht nur das Stuttgarter Ballett, das bereits drei Stücke bei ihm in Auftrag gegeben hat, setzt auf den Rumänen Edward Clug, der seit elf Jahren das Ballett im slowenischen...
«Tauberbach» ist das am meisten akklamierte Stück der Saison. Der Theatertreffen-Jury, die jährlich unter zehn Aufführungen traditionell eine Tanztheaterproduktion einlädt, wird die Entscheidung diesmal sicherlich besonders leicht gefallen sein. Alain Platels jüngstes Werk wurde uraufgeführt an den Münchner Kammerspielen, einer allseits als derzeit bestes deutsches...
