bettina masuch
Bye bye Bertram, bonjour Bettina: Das tanzhaus nrw erlebt mehr als ein Update. Nach der 35 Jahre währenden Ära Bertram Müller wagt es einen Neustart. Alles frisch – die Farben des Corporate Design, die Programmatik und das Auftreten der neuen Intendantin.
Bettina Masuch ist so ganz anders als ihr Vorgänger. Weniger die umtriebige Netzwerkerin als die besonnene Macherin. Entsprechend ausgeruht geben sich Neukonzeption und Arbeitsphilosophie.
So geht das tanzhaus auf die Wünsche der Künstler nach langfristigen Arbeitsbeziehungen ein, weg von «nomadischem Produzieren» und künstlerischen Kompromissen. Es gibt drei Residenzkünstler am Haus, das ihnen über zwei Jahre als Homebase dient. Bei der Auswahl hat die 49-jährige Solingerin den Blick klar in die Zukunft gerichtet. Es sind allesamt junge Choreografen an der Schnittstelle vom Newcomer zum etablierten Tanzschöpfer: Alexandra Waierstall (Düsseldorf), Sebastian Matthias (Berlin) und Jan Martens (Antwerpen). Bettina Masuch nennt sie Factory Artists als Verbeugung vor dem Ur-Tanzhaus, der Werkstatt e.V. – und «Botschafter», nicht «Gäste». Innovation auch beim audience development: Zu den Publikumsgesprächen kommen physical ...
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Tanz Jahrbuch 2014
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 163
von Bettina Trouwborst
Nicht zuletzt angeregt durch den Tanzfonds Erbe beschäftigt sich eine zunehmende Zahl von Choreografen mit der Wieder-Holung vergangener Tanzereignisse. Dabei tritt neben der Diskrepanz zwischen Aufführung und nachgelassenen, oft unbefriedigend unvollständigen Aufzeichnungsmaterialien die Frage, über welches Verfahren sich dem Gewesenen denn anzunähern sei.
Mit den...
Sie besitzt das alabasterfarbene Gesicht eines Märchenwesens mit hohen Wangenknochen und schönen, dabei fest entschlossenen Lippen. Im Blick ihrer wachsamen Kinderaugen liegt Ernst, bisweilen Argwohn. Sie neigt dazu, auf Fragen zunächst mit entwaffnender Direktheit zu antworten, um dann, im Nachgang, noch einmal eine diplomatischere Replik zu formulieren. Wie die...
Wenn man meint, dass Richard Siegal sich in eine Richtung bewegt, dann ist er mit dem nächsten Stück schon wieder woanders. Er probiert die Dehnbarkeit und die Sinnhaftigkeit technischer Spielereien im Kontext eines Bühnenwerkes aus. Er setzt sich mit der Bedeutung des Tanzerbes auseinander. Er baut auf die Kraft der Crowd. Er tanzt solo, er bringt die Masse in...
