ausstellungen und tanz im tv

Tanz - Logo

tv: alles was zählt

Seit September läuft eine neue Daily Soap bei RTL, die zeigt, wie sich der Sender eine Tanzschule vorstellt: als «Tanzfabrik». Ökonomische Vermittlung von Wettkampftänzen. In einer alten Lagerhalle findet die Fortsetzung von «Let’s Dance» statt, ohne Jury, dafür voller Intrigen und hölzener Dialoge samt einer echten «Let’s-Dance»-Tanzlehrerin, Alla Bastert-Tkachenko, und einer gespielten: Sarah Latton. Im Zentrum dreht sich ein hübsch gebeutelter Mann und Meister lateinamerikanischer Tänze, Jan Marco Schöler.

Was die Handlung allein erträglich macht, ist der Tanz. Nur lässt das leider den Umkehrschluss nicht zu, gleich auf Handlung oder Wettbewerb zu verzichten. Die Crux des Tanzfilms: Immer braucht er eine Legitimation fürs Tanzen. Befreit ihn davon, wie sich auch die Zielgruppe davon befreit. Wenn sie tanzt, will auch sie sich dafür nicht rechtfertigen. Das ist «Alles was zählt». Montags bis freitags um 19.05 Uhr.

3sat, www.3sat.de

15. Okt., 22.35 Uhr: «Dancing Classrooms – Mit Walzer und Tango gegen Jugend-Gewalt», Reportage von Béatrice Mohr, CH 2011

arte, www.artepro.com

28. Okt., 20.15h: Gala zur Wiedereröffnung des Bolschoi-Theaters, mit Solisten und Ensemble ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Oktober 2011
Rubrik: kalender und kritik, Seite 46
von

Weitere Beiträge
yoshito ohno

Wie oft hat man es uns schon erklärt: Es sei ein Drahtseilakt, die Kunst eines Künstlers mit seiner Biografie erklären zu wollen. Umso mehr schlingert man bei den Ohnos: Ihr Privatleben und ihre Performancekunst liegen so nah beieinander, dass es unmöglich ist zu sagen, wo das eine anfängt und das andere aufhört. Es sind nur wenige Schritte von ihrer Küchentür zum...

monaco: Jean-Christophe Maillot: «Opus 50»

Jean-Christophe Maillot ist 50. So läutet er beherzt und beunruhigt zugleich sein «Opus 50» ein. Er darf zurückblicken auf sein Schaffen und sich fragen, wohin die Reise geht. Einhalten und schauen, wie es klingt, wenn Körper, Geist und Tanz miteinander anstoßen. Das Ergebnis soll bestimmt für sich selbst stehen. Erklärende Texte überlässt er Marc Monnet, dem...

barcelona: Gregory Maqoma: Beautiful Me

In Abidjan in der Elfenbeinküste wurde eben die Rue Princesse, ein Widerstandsnest der tanzenden Jugend, auf Geheiß der Regierung Ouattara mit Bulldozern niedergerissen. In Äthiopien geraten dort lebende Europäer in den Verdacht der Anstiftung, da die Herrschenden befürchten, das nordafrikanische Virus des Aufstandes könne auf das Land überspringen. In der...