atomos
Zwei Wayne-McGregor-Produktionen für zwei Kompanien: «Atomos» für Wayne McGregor | Random Dance am Sadler’s Wells und «Tetractys – The Art of Fugue» für das Royal Ballet in Covent Garden – Stücke, die kontrastieren und faszinieren. Bislang hat sich der umtriebige Engländer für beide Schauplätze erkennbar unterschiedliche Idiome vorbehalten. In den letzten Jahren indes hat ihn die Hypermobilität der Solisten des Royal Ballet dazu verführt, auch die Choreografien für seine eigene Truppe stilistisch zu modifizieren.
Obskur wie eh und je muten die Notizen im Programmheft von «Tetractys – The Art of Fugue» an: Reflexionen über die geometrischen Eigenschaften von Tetraedern, Tetrachorden und kontrapunktischen Formen neben der vermeintlich aufsehenerregenden Information, dass Bach seinen eigenen Namen als Tonfolge in seine Musik eingebaut hat. Nicht nur, wer seit Kindertagen mit Orgelwerken von Bach vertraut ist, weiß, dass das B-A-C-H-Motiv im Gesamtwerk des Komponisten verbreitet ist und nicht nur in der «Kunst der Fuge» auftaucht. Doch geschenkt. Michael Berkeleys musikalische Arrangements, die Bühne und Kostüme von Ausstatterin Tauba Auerbach und Lucy Carters Lichtregie ergeben im ...
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Tanz Mai 2014
Rubrik: produktionen, Seite 8
von Mike Dixon
tanz im tv_________
das leben ist ein tanz
Tanz und Adoleszenz gehören unabdingbar zusammen. Wer tanzen und dabei über den Wochenend-Dance-Floor hinauswachsen will, der muss sich für endloses Ackern in einem Alter entscheiden, in dem andere dem Pubertätshormonschub die Zügel schießen lassen. So viel Disziplin bringt niemand auf, der nicht vom ganz großen Ruhm...
Jean-Christophe Paré kennt das Metier aus fast jeder erdenklichen Perspektive. Er gehörte dem Pariser Opernballett an, wäre beinahe danseur étoile geworden, entschied sich aber in den 1980er-Jahren dafür, seine Energie im Rahmen der Groupe de recherche chorégraphique zu investieren. Ab 1990 wandte er sich dem zeitgenössischen Genre zu und wurde Pädagoge, danach...
Ganz so schlimm kommt es dann doch nicht. «Das Leben ist ein Tappen im Dunkeln», heißt es am Anfang, ein Leitspruch, projiziert auf den Eisernen Vorhang. Doch alle drei Ballette hat Stefan Woinke auf der Bühne des Großen Hauses so ausgeleuchtet, dass keiner der Beteiligten im Dunkeln tappen muss. Und getappt wird beim Badischen Staatsballett ohnehin nicht. Das...
