Anna Konjetzky «Songs of Absence»
Nicht jede laute Arbeit ist eine gute Arbeit – diese schon. Anna Konjetzky hat etwas zu sagen, das nicht verschwinden darf. In München ist sie mit ihrem Team seit vielen Jahren eine richtungsweisende Institution, die lokal wie international Verbindung und Vernetzung innerhalb der Tanzszene aktiv sucht, ermöglicht und gestaltet. Man darf die «Songs of Absence», uraufgeführt beim Münchner Theaterfestival «spielart», im Kontext dieses Austauschs verstehen, als Teil einer queerfeministischen, gesellschaftspolitisch verankerten künstlerischen Praxis.
Während es mit großer Dringlichkeit um das Sichtbarmachen von Leerstellen geht, um das Vergessene und Verdrängte, tragen sich diese Inhalte in einer charmanten Albumstruktur vor. In einem Halbrund aus Projektionswänden sind zwei Standmikros positioniert, die von Beginn an markieren, dass es einiges zu sagen gibt. Und tatsächlich spielt der Text, das Aus- und Ansprechen, das Verschlucken, Mutieren und virtuose Ineinandermorphen von Wörtern und Sätzen eine tragende Rolle. In einem fast symbiotischen Verhältnis mit dem Soundtrack (Sergej Maingardt) führt uns der phänomenale Cast aus sieben Performerinnen durch verkörperte Attitüden, ...
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Tanz März 2024
Rubrik: Kalender, Seite 43
von Carmen Kovacs
«Tanzen ist alles», sagt Annett Göhre, «alles ist Tanz». Und dann tanzt sie alles, kurze Passagen aus Stücken von Birgit Scherzer, Philip Taylor oder von Ihsan Rustem, Stücke, in denen sie selbst während ihrer aktiven Zeit als Tänzerin besetzt war, und die sie sich mit ihrem Solo «Schwanengesang» in Erinnerung ruft, Jahre später, als Tanzdirektorin am Theater Ulm....
Alle wissen es: Was Deutschland sich unter dem Stichwort «Digitalisierung» leistet, verdient ein Armutszeugnis. Nur vier Prozent aller staatlichen Dienstleistungen erfolgen derzeit vollständig digital, also ohne Papier auszudrucken oder Akten von Bundesland zu Bundesland zu schicken. Folge: Die Deutschen bleiben weiterhin Bittsteller vor dem Staat. Der spielt ein...
CD des Monats
GERSHWIN PLAYS GERSHWIN
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