Anna Konjetzky «Songs of Absence»

Salzburg

Tanz - Logo

Nicht jede laute Arbeit ist eine gute Arbeit – diese schon. Anna Konjetzky hat etwas zu sagen, das nicht verschwinden darf. In München ist sie mit ihrem Team seit vielen Jahren eine richtungsweisende Institution, die lokal wie international Verbindung und Vernetzung innerhalb der Tanzszene aktiv sucht, ermöglicht und gestaltet. Man darf die «Songs of Absence», uraufgeführt beim Münchner Theaterfestival «spielart», im Kontext dieses Austauschs verstehen, als Teil einer queerfeministischen, gesellschaftspolitisch verankerten künstlerischen Praxis.

Während es mit großer Dringlichkeit um das Sichtbarmachen von Leerstellen geht, um das Vergessene und Verdrängte, tragen sich diese Inhalte in einer charmanten Albumstruktur vor. In einem Halbrund aus Projektionswänden sind zwei Standmikros positioniert, die von Beginn an markieren, dass es einiges zu sagen gibt. Und tatsächlich spielt der Text, das Aus- und Ansprechen, das Verschlucken, Mutieren und virtuose Ineinandermorphen von Wörtern und Sätzen eine tragende Rolle. In einem fast symbiotischen Verhältnis mit dem Soundtrack (Sergej Maingardt) führt uns der phänomenale Cast aus sieben Performerinnen durch verkörperte Attitüden, ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz März 2024
Rubrik: Kalender, Seite 43
von Carmen Kovacs

Weitere Beiträge
CD, Buch, Film tanz 3/24

CD des Monats
GERSHWIN PLAYS GERSHWIN
Wer kennt ihn nicht: den Triller einer Soloklarinette in tiefer Lage, dem ein aufheulendes, über zweieinhalb Oktaven nach oben steigendes Glissando folgt. Die meisten, die die «Rhapsody in Blue» jemals gehört haben, werden wohl auch das nachfolgende Klavier-Andante nicht mehr aus dem Ohr kriegen. Am 12. Februar 1924 wurde das...

Lehrerinnen: Jennifer Mann und Heidi Weiss

Seit letztem Jahr bietet Ihr in Berlin eine besondere Trainingsmethode für Tänzer*innen an. Was genau ist die «weissmann technique®»?
Jennifer Mann:
 Die Geburtsstunde dieser Technik liegt rund 30 Jahre zurück, als wir beide uns beim Studium an der University of the Arts in Philadelphia kennenlernten. Die Komponenten, die in die Entwicklung dieses...

Highlights 3/24

Österreich
KULTURHAUPTSTADT SALZKAMMERGUT/OSTERFESTIVAL TIROL/BREGENZER FRÜHLING
Hat da jemand Wien gesagt? Dieses Frühjahr scheint es so, als ob das sprühendste Kulturleben Österreichs außerhalb der Hauptstadt stattfindet. Bad Ischl jedenfalls ist das gesamte Jahr über Kulturhauptstadt Europas, und das Programm im Salzkammergut (das immerhin zu Beginn des...