Anna Konjetzky «Songs of Absence»

Salzburg

Tanz - Logo

Nicht jede laute Arbeit ist eine gute Arbeit – diese schon. Anna Konjetzky hat etwas zu sagen, das nicht verschwinden darf. In München ist sie mit ihrem Team seit vielen Jahren eine richtungsweisende Institution, die lokal wie international Verbindung und Vernetzung innerhalb der Tanzszene aktiv sucht, ermöglicht und gestaltet. Man darf die «Songs of Absence», uraufgeführt beim Münchner Theaterfestival «spielart», im Kontext dieses Austauschs verstehen, als Teil einer queerfeministischen, gesellschaftspolitisch verankerten künstlerischen Praxis.

Während es mit großer Dringlichkeit um das Sichtbarmachen von Leerstellen geht, um das Vergessene und Verdrängte, tragen sich diese Inhalte in einer charmanten Albumstruktur vor. In einem Halbrund aus Projektionswänden sind zwei Standmikros positioniert, die von Beginn an markieren, dass es einiges zu sagen gibt. Und tatsächlich spielt der Text, das Aus- und Ansprechen, das Verschlucken, Mutieren und virtuose Ineinandermorphen von Wörtern und Sätzen eine tragende Rolle. In einem fast symbiotischen Verhältnis mit dem Soundtrack (Sergej Maingardt) führt uns der phänomenale Cast aus sieben Performerinnen durch verkörperte Attitüden, ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz März 2024
Rubrik: Kalender, Seite 43
von Carmen Kovacs

Weitere Beiträge
Entdeckungsreise

Medora, Julia, Swanilda, Odette/Odile, Kitri, Marguerite, Giselle, Aurora, Clara, Manon, Sylvia, Nikija, Tatiana ... Es gibt im großen klassischen Repertoire kaum eine Hauptrolle, die Nicoletta Manni mit ihrer tadellosen Technik und ihrem ungeheuer natürlichen Stil noch nicht mit Leben erfüllt hätte. Im vergangenen Oktober hat man sie am Mailänder Teatro alla Scala...

Screening 3/24

DISCO
Anfang der 1970er ging New York ziemlich am Krückstock: Armut, leerstehende Immobilien und alles andere als gute Stimmung. Das ideale Klima für Protest und Subkultur aller Art, und so wurden die Partys, die der DJ David Mancuso in seinem Loft am Broadway 647 feierte, zur Initialzündung der Disco-Bewegung. Queer und kultig, glamourös und trashig, politisch...

Impressum tanz 3/24

Impressum

tanz. Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance

Herausgeber Der Theaterverlag – Friedrich Berlin GmbH

Redaktion Sofie Goblirsch, Falk Schreiber, Marc Staudacher, Dorion Weickmann (Leitung) Tel. +49-30-254495-20, Fax -12 redaktion@tanz-zeitschrift.de www.tanz-zeitschrift.de

Bildredaktion Marina Dafova, Sofie Goblirsch

Art direction Marina Dafova

Anzeig...