André Gingras: «Oxygen 8»

Bielefeld

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Um Lachgas handelt es sich nicht, obwohl den Tänzern zu Beginn von «Oxygen 8» sehr zum Lachen zumute ist. Unter dem Namen firmiert vielmehr ein «Synth-Action-Keyboard mit 25 anschlagdynamischen Tasten und USB-MIDI-Interface», das nach Auskunft des Herstellers «für ungeahnte Mobilität in der Musikszene» gesorgt hat. Dass man damit auch berauschende Wirkungen erzielen kann, scheint erst Jürgen De Blonde, Komponist aus Eeklo, Belgien, entdeckt zu haben: Das Testpublikum im Bielefelder Theaterlabor geriet am Ende ganz aus dem Häuschen.

Am Sauerstoff, Nummer acht im Periodensystem der Elemente, kann es kaum gelegen haben, wenn auf der Bühne zehn Akteure immer wieder in Ekstase geraten. Das neue Stück des kanadischen Choreografen erschöpft sich nicht in einer Hyperventilation, selbst wenn sie bei einigen Tänzern geradezu hysterische Lachanfälle auslöst.

André Gingras untersucht in «Oxygen 8» lieber die «dynamische Bandbreite» der Ekstase. Sie reiche «von den intimen und kleinen Vergnügen unserer fünf Sinne bis hin zu mehr umfassenden oder extremen Erfahrungen». Zu den intimeren zählt der Orgasmus eines Paares, den Dirk Kazmierczak – «Eine stöhnende Frau wird immer wieder gern gesehen und ...

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Tanz Juni 2009
Rubrik: Der Kalender, Seite 36
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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