Amanda Millers «Giselle»
Das Schicksal des Winzermädchens, das sich erstmals vor 165 Jahren aus unglücklicher Liebe zu Tode tanzte, bewegt in dieser Spielzeit in Düsseldorf-Duisburg Ballettchef Youri Vàmos (Premiere: 2. Februar), Marguerite Donlons irisches Tinkermädchen tourt, und im Kölner Schauspielhaus schickt jetzt Amanda Miller esoterische Wesen durch einen Zen-Garten unter dem Titel «Giselle – on Love and Other Difficulties».
Die Amerikanerin, seit einigen Jahren dem tibetischen Buddhismus zugewandt, hat sich den romantischen Stoff lediglich ästhetisch anverwandelt.
Ohne jeden Zugang zu einer wie auch immer gearteten Neudeutung, inszeniert sie das Ballett ansonsten vom Blatt (zu Adolphe Adam vom Band). Kleine Holz-Kiefern im Hintergrund – die einen Raum als Nô-Theater definieren –, eine Miniatur-Sitzgruppe wie eine Puppenstube, ein stilisierter, mit Blumen umflorter Eingang, hübsche Wolken am Bühnenhimmel, die sich mit der Stimmung auf der Bühne aufhellen oder verdunkeln.
Pretty ugly tanz köln (mit Unterstützung von Tanzabsolventen der Musikhochschule Köln) geistert in naivem Naturalismus über die Bühne und meint es nicht mal ironisch. Die Mädchen tragen Röcke wie Blütenblätter, Blätterkränze im ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
When a very talented Australian dance company recently asked me to elaborate on the “very juicy carrot” of the possibility of international co-productions I had dangled before them, I admit I felt a pang of guilt at having mentioned something that could perhaps take years to achieve. On the other hand, it is not entirely impossible. But why do companies want to...
Maurice Béjart kann vom Ballett nicht lassen
Wie in «Gaîté Parisienne», eins seiner erfolgreichsten Stücke, konzentriert er die ganze Kunst auf die Barre in der Bühnenmitte: Fixpunkt eines Tanzes, der ohne Technik, ohne Beherrschung des Körpers nie die Freiheit hätte, Béjarts Vorstellungen folgen zu lassen. Wie in vielen anderen Stücken fungiert Gil Roman,...
Philippe Saire ist ein wandelnder Widerspruch. Zusammen mit Gilles Jobin und Guilherme Botelho zählt er zu den bekanntesten Schweizer Choreografen. Doch wenn man ihn über seinen Weg zum Tanz befragt, erklärt er gelassen, dass er genauso gut Filmemacher hätte werden können; es sei nur einer Reihe von Begegnungen und überhaupt den Umständen zu verdanken, dass er sich...
