Amanda Millers «Giselle»
Das Schicksal des Winzermädchens, das sich erstmals vor 165 Jahren aus unglücklicher Liebe zu Tode tanzte, bewegt in dieser Spielzeit in Düsseldorf-Duisburg Ballettchef Youri Vàmos (Premiere: 2. Februar), Marguerite Donlons irisches Tinkermädchen tourt, und im Kölner Schauspielhaus schickt jetzt Amanda Miller esoterische Wesen durch einen Zen-Garten unter dem Titel «Giselle – on Love and Other Difficulties».
Die Amerikanerin, seit einigen Jahren dem tibetischen Buddhismus zugewandt, hat sich den romantischen Stoff lediglich ästhetisch anverwandelt.
Ohne jeden Zugang zu einer wie auch immer gearteten Neudeutung, inszeniert sie das Ballett ansonsten vom Blatt (zu Adolphe Adam vom Band). Kleine Holz-Kiefern im Hintergrund – die einen Raum als Nô-Theater definieren –, eine Miniatur-Sitzgruppe wie eine Puppenstube, ein stilisierter, mit Blumen umflorter Eingang, hübsche Wolken am Bühnenhimmel, die sich mit der Stimmung auf der Bühne aufhellen oder verdunkeln.
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Günter Pick, acht Jahre lang haben Sie bei der ZBF die Belange der Tänzer vertreten. Zuvor waren Sie Tänzer, Choreograf und Ballettdirektor. Inwieweit hat sich die Tanzszene in der Zeit verändert? Sie ist sehr viel selbstbewusster geworden. Auch geht es ihr «gold», wenn ich die Situation des Tänzers hier mit der im Ausland vergleiche.
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