Alexei Ratmansky «Coppélia»

Mailand

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Humor und Ironie sind verlässliche Ingredienzen des choreografischen Vokabulars von Alexei Ratmansky. Spontane Gesten und eine gewisse Ungezwungenheit des Ausdrucks verwandeln seine ausgeklügelten, technisch anspruchsvollen Bewegungssequenzen in natürlich dahinfließende Erzählungen von hypnotischer Sogkraft. So auch in seiner wunderbaren neuen «Coppélia»-Version, die Ratmansky dem Ballett der Mailänder Scala zur Eröffnung der Saison 2023/24 beschert. Die Premierenbesetzung dankt es ihm mit einer glanzvollen Performance.

Nicoletta Manni ist eine perfekte Swanilda, jene «moderne» Frau, die sich in eine Puppe verwandelt, nur um sich über die Männer lustig zu machen, Principal Timofej Andrijashenko imponiert mit fantastischer Unbeschwertheit als Einfaltspinsel Franz, und der Solist Christian Fagetti ist ein spielerisch so unterhaltsamer wie überzeugender Coppélius: durchgeknallt, zwielichtig und jähzornig. Ratmanskys Lesart folgt dem Originallibretto, stellt jedoch die originellsten Facetten seiner Choreografie besonders aus: erstaunlich einfallsreiche Schrittfolgen und unorthodoxe Hebungen mit überraschenden Auflösungen ebenso wie das frenetische Tempo aller drei Akte. Die umwerfenden ...

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Tanz Februar 2024
Rubrik: Backlights, Seite 48
von Maria Luisa Buzzi

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