Schwer geprüft

Alma will tanzen. Alma hat ihr Abi. Aber hat sie auch einen Lebenslauf, wie es sich gehört für die Aufnahmeprüfung der staatlichen Tanzhochschulen? Wie steht’s mit ihrer künstlerischen und schulischen Bildung? Köln will auch ein orthopädisches Zeugnis. Und Frankfurt fragt: Hast du schon mal vorgetanzt, mit welchem Ergebnis? Alma legt für ballet-tanz die Karten auf den Tisch: Was für einen Lebenslauf hat man, wenn man anfängt?

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Brest, Bretagne, Dezember 2006

Das Ballett der Opéra de Lyon gastiert. Die deutsche Austauschschülerin Alma Toaspern aus Leipzig sitzt in Reihe drei und ist elektrisiert. «Limb’s Theorem» von William Forsythe. Bei Google und YouTube forscht sie nach dem Choreografen, von dem sie noch nie etwas gesehen, geschweige denn gehört hat. «Aber ich wollte die ganze Zeit mit auf die Bühne», sagt sie. 

 

Noch in Potsdam, 1992

Alma, sehr jung, sieht die Kindertanzgruppe ihrer älteren Schwester als Schmetterlinge durch den Raum hüpfen. «Das will ich auch!».

Als die Familie nach Leipzig zieht, wird sie, fünfjährig, bei einer Ballettschule angemeldet. Sie mag es dort. «Die Lehrerin hat uns oft improvisieren lassen – was mein Faible ist. Aber sie hat uns mit zehn schon auf Spitze gestellt, auf extrem harte Schuhe.» Sie verlässt die Schule, landet ein Jahr später im neu eröffneten Studio von Constanze Linß, einer ehemaligen Tänzerin im Ballett der Musikalischen Komödie in Leipzig.

 

Leipzig, dann Berlin, 2001

«Bei ihr habe ich viel über mich gelernt, wie ich mich selbst trimme, wie ich verantwortungsvoll übe, auch zu Hause. Technik, klassisch, aber die stand eher hinten an.» Den Spitzentanz ging ...

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Tanz August/September 2009
Rubrik: Beruf: Tänzer, Seite 28
von Melanie Suchy

Vergriffen
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