Schmerzlose Körper
Hat in der Philosophie die Missachtung des Körpers – propagiert von Descartes über Leibniz bis Wolff – ein Ende? Öffnen sich die Denker, die an der Verlässlichkeit sinnlicher Wahrnehmung zweifeln, wieder leiblicher Erfahrung, um den zentralen Zielen der Philosophie – Wissen, Selbsterkenntnis, richtiges Handeln, gutes Leben – mit der Ganzheit von Körper und Geist nah zu kommen? So, wie es einst Sokrates, Aristipp, Zenon, Diogenes taten? Der amerikanisch-israelische Philosoph Richard Shusterman erhofft eine Wende und stößt sie an: Mit seiner Somästhetik möchte er mit einer ästhe
tischen Aufmerksamkeit für den Körper und durch die Erforschung und Verfeinerung von Bewegung zu den Wurzeln von Ästhetik und Philosophie zurückkehren.
Shusterman, der an der Florida Atlantic University lehrt, ist Pragmatiker. Für den «weltlichen jüdischen Intellektuellen» (er über sich) mit zwei Pässen und einer philosophischen Karriere in drei Kontinenten und vier Sprachen sind Bücher «Werkzeuge des Denkens», nicht Objekte, die «zum Fetisch erhoben werden». Philosophie bedeutet ihm Lebenspraxis. In seinen Schriften «Kunst leben, Philosophie als Lebenspraxis» spürte er dem Verhältnis zwischen Leben, Kunst ...
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Pas de trois hinter Bücherrücken
Die Bibliothek. Es ist still hier. In den weißen umlaufenden Vitrinen stehen sie in schöner Eintracht nebeneinander, lexikalisches Wissen und Biografien. Die Tür geht auf. Als erstes kommt Vianne Margot herein, in schwarzen Schläppchen und knapp sitzendem Trikot in einem Kinderwagen thronend. Ihre zarte Hand schlingt sie fest um...
Bevor Marcia Breuer diese Frage stellen kann, muss man erst einmal Platz schaffen für eins der «bewegendsten» Bücher der letzten Zeit. Ganze dreizehn Meter lang ist das Leporello. Schlägt man allein die 53 Außenseiten des Buchs auf, stößt man auf Aussagen von Reid Anderson, Bridget Breiner, Robert Conn, Eric Gauthier, Marco Goecke, Yseult Lendvai, Christian Spuck –...
Owing to the company‘s well-publicized financial woes, whose effects include the fact that it couldn‘t pay its dancers or coaches more than token amounts, its little New York season was shortened to a single evening: a gala to celebrate the company‘s 80th anniversary. This program – planned by the company’s new artistic director, former Graham star Janet Eilber,...
