Auf dem Weg nach oben

Graeme Jenkins eröffnet mit Verdis «Otello» das Winspear Opera House, die neue Spielstätte der Dallas Opera

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Jeder neue Veranstaltungsort der darstellenden Künste strebt danach, zwei Kriterien zu erfüllen: ein äußeres Erscheinungsbild, das das Publikum anzieht wie ein Magnet, und ein Interieur, das den Besuchern ein Gefühl behaglicher Wärme und Intimität vermittelt. Das Winspear Opera House in Dallas erreicht nicht nur beide Ziele, es überwältigt seine Besucher in jeglicher Hinsicht. Die Eröffnungsvorstellung des Hauses am 23. Oktober – Verdis «Otello» – konnte sich, trotz einiger Defizite, an den Standards der neuen Spielstätte messen.


Graeme Jenkins war der Held der Galapremiere. Seit 1994 ist er GMD der Dallas Opera und hat seither ein beeindruckendes Ensemble versammelt. Bei seinem «Otello»-Dirigat wurde besonders deutlich, wie viel Verdi von seinem Erzrivalen jenseits der Alpen gelernt hat: Das Orchester agiert gewissermaßen als führendes Ensemblemitglied, das effektvoll ins Musikdrama eingebunden ist. In Dallas kam das plastisch heraus.
Die Besetzung der Titelrolle mit Clifton Forbis erfolgte zum Teil aus nostalgischen Gründen: Vor 20 Jahren sang der Tenor im Chor der Dallas Opera. Bei aller Verlässlichkeit und sängerischen Intelligenz stand er freilich nie an der Spitze der ...

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Opernwelt Dezember 2009
Rubrik: Magazin, Seite 69
von Wes Blomster, Übersetzung: Marc Staudacher

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