Alles so schön brombeerfarben hier
Es ist schon fast eine betriebliche Übung in den Medien unseres Landes: Je näher es auf die Bayreuther Festspiele zugeht, desto niedriger ist die Hürde, die eine Nachricht überspringen muss, um eifrig publiziert zu werden. Da wird schon einmal vermeldet, dass Katharina Wagner privat mit Holz-Pellets heizt. Aber es gab auch Wichtiges wie den ersten Warnstreik der Festspielgeschichte: Nach der Neuformierung der Festspielträgerschaft waren Tarifgespräche notwendig geworden; in letzter Minute wurde ein Abschluss für das nicht künstlerisch beschäftigte Personal erreicht.
Ebenfalls im Zentrum des Interesses: Würden die beiden jüngst so überraschend vereinten Halbschwestern Stoff für Schlagzeilen liefern? Den Gefallen taten sie niemandem. Zwar zeigte sich Eva als Medienmuffel, doch funktioniert das Doppel im ersten Jahr ohne öffentliche Missklänge. Insgesamt scheint der Machtwechsel unaufgeregt vonstatten zu gehen: Von einer harmonischen Stabübergabe reden die Angestellten genauso wie die Künstler. Beide Festspielleiterinnen sind sehr präsent im Haus, auch bei den Proben – ein wichtiger Faktor im Bayreuther Saisonbetrieb.
Eine frische Corporate Identity – alles so schön brombeerfarben auf ...
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Opernwelt September/Oktober 2009
Rubrik: Festspiele, Seite 14
von Claus Ambrosius,Stephan Mösch
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Erstens die unglaubliche Offenheit der Menschen hier. Ich wusste gar nicht, mit wie vielen Konditionen man in Wien lebt. Ich hatte mich daran gewöhnt, dass man in Wien immer sekundär und tertiär denkt. In München ist alles viel direkter und...
Die Szenerie war imposant. Die Wiener Philharmoniker füllten in voller Breite die Felsenreitschule, links hoch oben thronte die Schlagwerk-Gruppe auf einem gesonderten Podest. Rechts hing eine riesige Video-Wand mit grauweißer Grundmusterung, darunter war der Chor, die Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor, postiert. Links hinten erstreckten sich sechs oder...
