... aber es gibt Hoffnung
Oper und Corona. Man könnte inzwischen genauso gut von Gott und Satan sprechen. Die Zuschauerräume sind leer. Genau das, wofür wir innigst kämpfen sollen, die Oper, geht nicht mehr. Studieren, Opernregisseur werden, eine Karriere aufbauen, den Druck des Studiums aushalten, uns im (stark strukturierten) Establishment des (stark subventionierten) Opern-Business durchsetzen, vorbei an (längst) etablierten Regisseuren, in dem Versuch, einen Intendanten oder Chefdramaturgen für ein Inszenierungskonzept zu begeistern. Überhaupt diese Möglichkeit bekommen.
Und nebenbei die Oper der Zukunft gestalten. Das ist das tägliche Brot, das uns speist.
Und jetzt Corona. Wir, die ganz am Ende der Nahrungskette stehen, sehen nun, wie das Operngeschäft international (teilweise) paralysiert ist. Für neue Inszenierungen kommen erst die (bereits erwähnten) etablierten Regisseure in Frage. Letztlich verraten all die unterschiedlichsten «Lösungen», die gerade angeboten werden, die unterschiedlichsten «Haltungen» gegenüber der aktuellen Krise. Mehr noch – sie entlarven, wie manche Opernhäuser mit der Kunstgattung Oper umgehen – und wie privilegiert wir sind, trotz Weltkrise …
Und jetzt? Einfach so ...
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Opernwelt März 2021
Rubrik: Focus Spezial, Seite 24
von José Cortés
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Das alles sind wichtige Bestandteile meiner Arbeit, aber sie dienen ausnahmslos dem einen Ziel: Musik zu machen unter möglichst guten Bedingungen. Dass ich für dieses Ziel auch viele Aufgaben wahrnehme, die mit Proben,...
