Einführung mit Einfühlung

Sabine Henze-Döhring und Sieghart Döhring stellen 101 wichtige Fragen zum Thema «Oper»

Auf dem Cover eine frech-barocke Heroine: Das lässt auf lebendigen Inhalt schließen – und die Erwartung erfüllt sich. Selten wird Wissen, oft auch Grundlagenwissen, zur Oper so farbenfroh dargeboten wie in diesem Taschenbuch.

Ein erster Abschnitt klärt Basisfragen: Aus was besteht Oper und wie ist sie gemacht? Ab dem zweiten Abschnitt geht es ins Detail: Welches sind die Teil-Künste, die sich im Laufe der Jahrhunderte wandelnden Erscheinungsformen, was sind die behandelten Stoffe, welches die Schwerpunkte, wer schuf die markantesten Werke? Über Fragen des Gesanges, der Bühnentechnik, der Rezeptionsgeschichte, des Organisatorischen, Finanziellen, Rechtlichen und Soziologischen wird auch dem Politischen genügend Raum gewährt, das mit dem Medium Oper seit den Anfängen um 1600 verbunden war. Aktuellste Regiekonzepte und mediale Hilfsmittel kommen ebenfalls zur Sprache, um die «alte Tante» Oper mit dem Heutigen zu verknüpfen.

Das ist ein gewaltiges Programm, und man fragt sich, wie dies in ein derart überschaubares Format passt. Oft sind die Fragen so formuliert, dass sie sich logisch nacheinander ergeben und themenübergreifend weiterführen. Der Stil ist kurzweilig, oft emotional ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Mai 2017
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 29
von Ulrich Drüner

Weitere Beiträge
Totales Theater

Die leere, mit Holzplanken ausgelegte Bühne ragt bis in den Zuschauerraum hinein, das brutal-schöne Bild eines im Wasser liegenden, nur mit einem Slip bekleideten toten Mädchens wird projiziert. In pausenlosen 100 Minuten werden wir zu Augen- und Ohrenzeugen des Menschenschlachthauses, das Aischylos, der älteste der griechischen Tragiker, vor zweieinhalb...

Ach!

Der Doktor öffnet das große, geheimnisvolle, in Leder gebundene Buch. Er weiß, was da vor ihm liegt und wohin es ihn führen wird: zur Macht, zur Erkenntnis, zum Teufel. Doch das Buch ist Tarnung. Statt Zauberformeln birgt es einen Laptop, mit dessen Hilfe Faust die Dämonen heraufbeschwört (die er dann nicht sieht, obwohl sie neben ihm stehen). Der Computer als Tor...

Mal ehrlich

Ich weiß nicht, wie viele «Opernwelt»-Leser auf Twitter aktiv sind, aber uns Sänger drängen die Agenten, karrierefördernd in den sozialen Netzwerken aktiv zu werden: Pseudo-Nahbarkeit im Sinne der Eigenwerbung. Ich selbst zwitschere auch. Meine Wortmeldungen sind entweder bewusster Unsinn oder Schüsse ins Lager der Trump-/Brexit-Fans, so oder so bleiben sie...