Wonderful Town

Ein Hoch auf Bernstein: New Yorks City Opera besinnt sich auf ihre Musical-Tradition

Broadway-Klänge sind nichts Neues an Manhattans Volksoper. Schon im ersten Lebensjahrzehnt der New York City Opera liefen «Street Scene», «The Consul» und «Regina», gleich nach den Serien der großen Musicalbühnen. In der Beverly Sills-Ära der 1980er-Jahre wurde nachgelegt, mit «110 in the Shade», «The Most Happy Fella» und – «Candide». Dass Bernsteins Voltaire-Stück von 1956 jetzt wieder auf dem Spielplan der gerade erst reanimierten Kompanie steht, ist also gar nicht so überraschend. Zumal sich der 100.

Geburtstag des Komponisten nähert – und die Partitur, die «Don Carlo», «La forza del destino» und «Faust» auf die Schippe nimmt, (Werke, die in den 1950ern in vielbeachteten Produktionen an der Met herauskamen und dem Publikum präsent waren), einfach großartig ist.

Auf dem Besetzungszettel tummeln sich bekannte Namen aus Musical- und Opernszene. Leider scheitert die aktuellen Neuproduktion ausgerechnet an dem Kandidaten, der als besonderer Coup gebucht war: dem legendären Regisseur Harold Prince. Der 88-Jährige hat «Candide» schon früher inszeniert, und das nicht irgendwo. 1974 brachte er die einaktige Bearbeitung von Hershy Kay, Hugo Wheeler und Stephen Sondheim auf die Bühne, ...

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Opernwelt März 2017
Rubrik: Magazin, Seite 83
von David Shengold