Was kommt... Mai 2021

Klangforscherin
Modern, unkonventionell und elegant: So urteilte «Le Figaro»  über die filigrane Arbeit der französischen Dirigentin Laurence Equilbey anlässlich eines Konzerts in Paris. Dahinter verbergen sich der Wille zur Präzision und der Wunsch, den Dingen auf den Grund zu gehen, um ihre wahre und authentische Gestalt zu erkunden. Ein Gespräch

Seelensucher
Von Haus aus ist er Schauspieler.

Doch schon seit einigen Jahren macht Evgeny Titov mit fein ziselierten, psychologisch stark ausdifferenzierten Regiearbeiten auf sich aufmerksam. In der vergangenen Saison gab er mit Schostakowitschs «Lady Macbeth von Mzensk» sein Debüt in der Oper. Ein Porträt

Stimmwunder
Wenn sie wollte, könnte sie eine Diva sein. Wer Diana Damrau jedoch kennt, weiß, dass ihr dergleichen nicht im Traum einfallen würde. Sie bleibt geerdet, unabhängig davon, in welch ungeahnte vokale Höhen sie mal wieder hinauffliegt, zuletzt als Queen aus der Tudorzeit. Ein Interview 

Multitalent
Seine Lautgedichte sind Legende. Mit dieser Form einer klingenden Poesie schuf Gerhard Rühm Einzigartiges. Aber der heute 91-jährige Schriftsteller, Komponist und bildende Künstler sah sich nie nur als Einzelkünstler. Die von ihm ...

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Opernwelt Mai 2021
Rubrik: Service, Seite 64
von Red.

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Genuin lyrisch

Die Werke des von den Nazis ins englische Exil vertriebenen Österreichers Hans Gál (1890–1987) wurden erst in den letzten Jahren wiederentdeckt. Osnabrück spielte 2017 die dramatische Ballade «Das Lied der Nacht» (OW 6/2017), Heidelberg 2020 die fantastisch-komische Märchenoper «Die heilige Ente» (OW 5/2020). Anderes aus dem umfangreichen Schaffen des...

O Hoffnungslosigkeit, o Glück!

Lieben Sie Tjutschew? Ich liebe ihn, seit ich denken kann, so wie ich auch die anderen russischen Dichter und Schriftsteller liebe, deren Nachnamen mit dem Buchstaben «T» anfangen. Tschechow, Turgenjew, Tolstoi d. Ä. (Lew Nikolajewitsch) und Tolstoi d. J. (Alexei Nikolajewitsch). Von ihnen hat bestimmt jeder schon mal etwas gelesen oder zumindest gehört. Aber...

Aus allen Sternen in die Einsamkeit

«Die Blätter fallen, fallen wie von weit, als welkten in den Himmeln ferne Gärten.» So heißt es in Rilkes «Herbstgedicht». Der Mann, der sich auf dem Cover des Albums «The Path of Life» an einem überlebensgroßen, hinabfallenden Blatte festhält, als sei’s ein Fallschirm beim Sprung aus solchen Himmeln, ist der marokkanische Fotokünstler Achraf Baznani, der mit...