Vorschau und Impressum 2/23
Vorschau
Slowenische Poesie
In seiner Heimat ist er ein Star. Und vielleicht auch bald in Deutschland, wo Vito Žuraj nach einem Studium in Ljubljana wichtige Impulse als Komponist erhielt und sein Wissen inzwischen selbst weitergibt. An der Oper Frankfurt erlebt nun Žurajs Musiktheater «Blühen» auf ein Libretto von Händl Klaus seine Uraufführung – ein Stück, das sich, entgegen seines Titels, mit dem Tod auseinandersetzt.
Wir sind dabei
Deutsche Gründlichkeit
Fast ein Vierteljahrhundert amtierte er als Leiter des Kammerorchesters Carl Philipp Emanuel Bach. Doch auch in der Oper hat Hartmut Haenchen mit exemplarischen Interpretationen Maßstäbe gesetzt. Eine Würdigung zum 80. des Dirigenten
Zypriotische Wurzeln
Spätestens mit ihrem Album «Aether», einer rasanten Flugreise durch die vokalen Lüfte, hat Sarah Aristidou breite internationale Aufmerksamkeit erregt. Ihr Koloratursopran erklimmt dabei staunenswerte Höhen. Doch die Sängerin kann weit mehr. Ein Interview
US-amerikanischer Erfindergeist
Bevor er sich dem Komponieren zuwandte und als Dirigent für Philip Glass arbeitete, studierte Nico Muhly erst einmal Anglistik, auch als Pianist reüssierte er bereits. Am Theater Freiburg ...
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Opernwelt Februar 2023
Rubrik: Impressum, Seite 72
von
Gäbe es einen Superlativ zu dem Wort «zeitlos», er gebührte zweifellos «Othello». Denn das Sujet verbindet und trennt zwei Menschen, die qua Rasse oder Geschlecht prädestinierte Unterdrückungsopfer sind: Othello – als ein in venezianischen Diensten stehender Maure (also Afrikaner), der nur Anerkennung für seine militärischen Erfolge findet, aber gesellschaftlich...
Zum Entrée erklingt wildes Gehämmer. Als sich der Vorhang öffnet, ist der Bühnenaufbau noch voll im Gange: Kulissen werden gerückt, eine Wand droht umzufallen. Doch bereits die unfertige Bühne zeigt, wohin die Reise geht: roter Plüsch, soweit das Auge reicht, Samttapeten, Kristallleuchter, Federdiademe. Regisseur François de Carpentries und sein Bühnenbildner...
Bereits im Vorwort seines berührenden Buches aus dem Jahr 2007 stellt Alexander Kluge klar, dass es ihm bei den 120 «Geschichten vom Kino» um das «Prinzip Kino» gehe, also um den erweiterten Begriff der Kunstgattung. Er halte dieses «Kino», schreibt Kluge, «für unsterblich und für älter als die Filmkunst», weil es auf einem zeitlosen Prinzip beruhe – darauf...
