Vorschau und Impressum 2/23
Vorschau
Slowenische Poesie
In seiner Heimat ist er ein Star. Und vielleicht auch bald in Deutschland, wo Vito Žuraj nach einem Studium in Ljubljana wichtige Impulse als Komponist erhielt und sein Wissen inzwischen selbst weitergibt. An der Oper Frankfurt erlebt nun Žurajs Musiktheater «Blühen» auf ein Libretto von Händl Klaus seine Uraufführung – ein Stück, das sich, entgegen seines Titels, mit dem Tod auseinandersetzt.
Wir sind dabei
Deutsche Gründlichkeit
Fast ein Vierteljahrhundert amtierte er als Leiter des Kammerorchesters Carl Philipp Emanuel Bach. Doch auch in der Oper hat Hartmut Haenchen mit exemplarischen Interpretationen Maßstäbe gesetzt. Eine Würdigung zum 80. des Dirigenten
Zypriotische Wurzeln
Spätestens mit ihrem Album «Aether», einer rasanten Flugreise durch die vokalen Lüfte, hat Sarah Aristidou breite internationale Aufmerksamkeit erregt. Ihr Koloratursopran erklimmt dabei staunenswerte Höhen. Doch die Sängerin kann weit mehr. Ein Interview
US-amerikanischer Erfindergeist
Bevor er sich dem Komponieren zuwandte und als Dirigent für Philip Glass arbeitete, studierte Nico Muhly erst einmal Anglistik, auch als Pianist reüssierte er bereits. Am Theater Freiburg ...
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Opernwelt Februar 2023
Rubrik: Impressum, Seite 72
von
Selbst den alten Wagner hat es schon erwischt, wenn auch fast ein halbes Jahrhundert nach Nikolaus Harnoncourts Revolution in der Vorklassik: «Historisch informiert», diese (inhaltlich sehr dehnbare) Deutungspraxis, dringt immer weiter vor ins 19. Jahrhundert. Davon weitgehend unbeleckt, abgesehen von Vorstößen etwa eines Giovanni Antonini, ist der Belcanto....
Meine Güte, hat denn je einer mit clemenza Wahlen gewonnen? Trotz Ciceros Meinung, nichts zieme einem großen Manne mehr als Versöhnlichkeit und Milde, wurde diese Eigenschaft schon zu Römerzeiten vermutlich als Domäne der Schwachen empfunden. Auch in Mozarts «La clemenza di Tito» herrscht Zwiespalt, und die Musik verweist keineswegs auf jene Milde, die der Titel...
Gäbe es einen Superlativ zu dem Wort «zeitlos», er gebührte zweifellos «Othello». Denn das Sujet verbindet und trennt zwei Menschen, die qua Rasse oder Geschlecht prädestinierte Unterdrückungsopfer sind: Othello – als ein in venezianischen Diensten stehender Maure (also Afrikaner), der nur Anerkennung für seine militärischen Erfolge findet, aber gesellschaftlich...
