Über allem Hexenzauber Liebe

Christoph Loy und Sebastian Weigle führen Nikolai Rimsky-Korsakows kaum je gespielte Oper «Die Nacht vor Weihnachten» in Frankfurt zum triumphalen Erfolg

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Am Ende war der Jubel groß. Wieder einmal hatte Frankfurts Intendant Bernd Loebe mit Mut zum Wagnis sein Publikum überwältigt. Und das mit einem Stück des hierzulande sträflich unterschätzten Nikolai Rimsky-Korsakow, das selbst die Kenner und Liebhaber dieses größten russischen Opernkomponisten des 19. Jahrhunderts noch nie auf der Bühne sehen durften. An diesem Abend, der mit artifizieller Naivität verzaubert, stimmte einfach alles. Christof Loy, der Frankfurt schon viele denkwürdige Inszenierungen schenkte, hat sich hier selbst übertroffen.

In jedem Augenblick war seine Begeisterung, ja, Liebe für Rimsky-Korsakows menschlichen wie musikalischen Kosmos spürbar, aber auch die vielen seiner Kolleginnen und Kollegen abhanden gekommene Haltung, sich einem großartigen Werk zu verschreiben und ihm zum Erfolg zu verhelfen – eine Haltung, die allen Mitwirkenden bis zur zur kleinsten Rolle anzumerken war.

«Eine wahre Geschichte und ein Lied zur Wintersonnenwende» hat der Komponist sein 1895 uraufgeführtes musikalisches Märchen im Untertitel genannt. Loy setzt beides auf die Bühne, die derb-drastische Realistik des dörflichen Alltags wie die überbordende Fantastik der auf einer Novelle von ...

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Opernwelt Februar 2022
Rubrik: Im Focus, Seite 6
von Uwe Schweikert

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«Nicht für eine Million!»

Frau Dreisig, ich nehme unser Interview mit meinem Smartphone auf. Ist das in Ordnung für Sie?
Natürlich. Ich lege mein Handy bei den Proben immer in den Zuschauerraum.

Um dann mit dem Mitschnitt nachzuarbeiten?
Genau. Nach der Probe höre ich alles an. Und dann weiß ich genau, wo ich bei der Intonation aufpassen muss oder wo ich zu kräftig war.

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