Auf den Punkt

Er lässt sich ungern über die Schulter schauen. Wilfried Hösl redet auch nicht gern über seine Bilder. Sie sollen für sich selbst sprechen

Seinen Weg ans Theater beschreibt Wilfried Hösl als eine Mischung aus Zufall und Bestimmung: «Zufall war: Ich habe in Köln studiert und wollte von dort weg, zurück nach Bayern. München war immer meine Traumstadt.» In einem Fotolabor fand er einen Aushang: Theaterfotografin sucht Assistenten. «Ich war zwar nicht brennend interessiert, hab mir aber gesagt: Wenn ich mir die Telefonnummer merke, rufe ich da an. Ich hab sie mir gemerkt – und den Job bekommen.» Der Arbeitsplatz: das Münchner Residenztheater, Mitte der 80er-Jahre.

Kurze Zeit später rückte Hösl auf die frei gewordene Stelle des Hausfotografen auf; rund ein Jahrzehnt später lässt er sich von Peter Jonas abwerben: ins Nachbarhaus, die Bayerische Staatsoper. Deren Hausfotograf ist er jetzt seit mehr als zwei Jahrzehnten – und damit eine prägende Figur, vielleicht die prägendste, für die Art, wie sich das wichtigste Opernhaus Bayerns in der Öffentlichkeit darstellt – und wie es wahrgenommen wird. «Als Theaterfotograf», sagt Hösl, «wird dir die Ästhetik ja vorgegeben, du musst damit umgehen.»

Hösl selbst gibt sich bescheiden, fast scheu, seine Bilder sind ihm Bühne genug. Sein Platz: im Parkett oder im Rang, jedenfalls hinter ...

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Opernwelt März 2017
Rubrik: Das Theaterfoto, Seite 62
von Florian Zinnecker