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Zügig steigen die Streicher von jenem lange zu haltenden As empor, das Urgrund und Fluchtpunkt des Wagner’schen Gralsmythos ist. Nicht eilend oder forsch, aber doch bestimmt, als hätten sie das Ziel, die in der Formel «Erlösung dem Erlöser» gipfelnde Schlussapotheose des «Parsifal» bereits im Vorspiel zum ersten Akt klar vor Augen. Erst auf dem letzten Ton des...
Das Debüt ist lange her. Vor sechsundzwanzig Jahren dirigiert Daniel Barenboim den «Tristan» zum ersten Mal: an der Deutschen Oper Berlin, wenig später dann in Bayreuth. Damals waren viele, nicht nur im Orchester, skeptisch. Würde ein weltberühmter Pianist, der zwar das Orchestre de Paris leitete, aber wenig Opernerfahrung hatte, das wirklich hinkriegen?...
Ohne finstere Gesellen wäre der Opernalltag wohl eine ziemlich fade Angelegenheit. Oft wird es, zumal sängerisch, erst richtig interessant, wenn jemand Rache schwört, den Dolch zückt oder über Leichen geht. Je schlechter die Übeltäter desto besser die Musik, lautet die Faustregel. Doch was kann die Tonkunst ausrichten, wenn es auf der Bühne um monströse Gestalten...
