Symbole über Symbole

Zürich, Debussy: Pelléas et Mélisande

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Es ist kalt im Staate Allemonde: Erstarrt und schneebedeckt sind die Natur und die grau-schwarz gesprenkelten Gemäuer, kalt und leblos sind die Seelen. Die Erstarrung zeigt sich in den Kostümen: Je älter die Figur, umso ähnlicher wird sie den Mauern. Stellvertretend für die zu echter Kommunikation unfähigen Kreaturen wird mit Puppen, Doppelgängern und Vervielfachungen kommuniziert, ein Lieblingselement von Rolf und Marianne Glittenberg. Letztere haben für Sven-Eric Bechtolfs Zürcher «Pelléas» traurige, symbolisch übersteigerte und darum nur schwer lesbare Bilder geschaffen.

Diese Bilder hängen nach, aber sie bleiben rätselhaft.
Mit der deutlichen Artikulation des Französischen, mit hellem Klang und schöner Balance in der heiklen Prosodie bildet Isabel Rey eine Art Gegenpol zur Vieldeutigkeit des Szenischen. Mit Rodney Gilfry ist die Rolle des Pelléas mit einem Bariton besetzt, wodurch sich die beiden Brüder im Stimmcharakter nahe kommen. Gilfry, leicht indisponiert, vermochte der emotionalsten Partie der Oper aber kaum Konturen zu geben. Eigenes Format hat dagegen die Zeichnung Golauds durch Michael Volle, der mit seiner warmen, runden Stimme das oft Düstere, Unzugängliche der ...

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Opernwelt Januar 2005
Rubrik: Panorama, Seite 53
von Hanspeter Renggli

Vergriffen
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