Sophie
Welche Rolle passt besser zu Ihnen? Musetta oder Sophie?
Beide passen. Ich bin handfest wie Sophie. Sie hat ein gewisses Feuer, etwa wenn sie sich über den Ochs aufregt oder energisch mit ihrem Vater spricht – das habe ich mir übrigens auch mal erlaubt, als ich 15 war.
Und wie hat Ihr Vater reagiert?
«Wer bist du denn?», hat er gefragt. Darauf ich: «Ich bin Golda, wer bist du?!» Ich kann mich manchmal über Menschen wahnsinnig aufregen – wie Sophie. Und manchmal redet sie, bevor sie nachdenkt. Wie ich.
Musetta ist Sophie sehr ähnlich, hat aber mehr Lebenserfahrung, gerade was die Männer betrifft. Sagen wir es so: Ich stehe zwischen Musetta und Sophie, auch beim Thema Männer.
Wie kam es zur Salzburger Sophie?
Franz Welser-Möst hat das Münchner Festkonzert für Strauss dirigiert, in dem ich die Sophie gesungen habe. Bei der Probe dachte ich: Er guckt mich immer so an. Vielleicht wundert er sich, dass ich alles so witzig finde. Als ich dann gefragt wurde, ob ich die Partie in Salzburg singen möchte, war ich total überrascht. Ich habe ihn wohl doch nicht abgeschreckt.
Sie wollten zunächst Journalistin werden.
Ursprünglich wollte ich zum Radio und dort Dokumentationen produzieren, doch das ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt August 2015
Rubrik: Magazin, Seite 79
von Markus Thiel
Ein Adliger schwängert ein Bauernmädchen und lässt es dann sitzen. Drei Akte lang hofft die Verlassene auf seine Rückkehr, doch als sie Zeugin seiner Hochzeit mit einer standesgemäßen Braut wird, stürzt sie sich von einem Felsen. Gerade erst hat Regisseur Michael Sturm Stanislaw Moniuszkos 1858 uraufgeführte «Halka» am Pfalztheater Kaiserlautern vorsichtig...
Ohne das Fernsehen wäre Philippe Jaroussky nicht Sänger geworden. Mit siebzehn Jahren, als er noch ganz der Geige, dem Klavier und der Komposition verschrieben war, sah er Ann Murray und hörte, wie sie «Scherza infida» aus Georg Friedrich Händels «Ariodante» sang. Jaroussky brach in Tränen aus und wollte fortan singen. Das hat er jetzt erzählt: in Halle, wo er den...
Riesenmedienrummel vor der Premiere: Das Künstlerkollektiv Gob Squad will einem Roboter Gefühle beibringen! Der Humanoid Myon ging dafür über zwei Jahre immer wieder mal für ein, zwei Tage bei diversen Abteilungen der Komischen Oper Berlin in die Lehre. Dafür ist Oper ja schließlich da, für die ganz großen Gefühle! Das Problem: Sie sehen ganz schnell ganz klein...
