Simon Keenlyside

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Schön, Dich in Topform zu sehen, Simon.
Was glaubst Du, wie dankbar ich bin. Ich glaube, ich brauchte einfach mal ein Sabbatical ... ein Jahr Auszeit. Meine Kinder sind noch jung; wenn ich nicht der typische Schattenpapa sein will, müssen wir zusammen ein paar Abenteuer erleben. Natürlich wäre es besser gewesen, wenn es dazu nicht erst eines Stimmproblems bedurft hätte; auf die Monate in Angst hätte ich gern verzichtet. Aber die Sache ist ausgestanden. Ich habe vor drei Jahren in Tokio als Macbeth wieder angefangen.

Die Partie ist ein ziemlich gründlicher Test – und der ist zum Glück nicht nur gut gelaufen, sondern hat auch noch Spaß gemacht. Ich war so froh, wieder zu singen! Aber die unfreiwillige Vollbremsung hat meinen Blick geschärft für das, was ich vom Leben wirklich will. Es ist schwer, die richtige Balance zu finden. Für uns alle, denke ich, egal in welchem Beruf.

Wir standen schon zusammen auf der Bühne, da steckten wir als Künstler praktisch noch in den Windeln:  «Turandot» in der Londoner Wembley-Arena, Ping und Pang! Eines Abends hattest Du einen schlimmen Unfall. Ich habe das Bild noch vor Augen: Du lagst im Korridor am Boden, zusammengekrümmt und weinend vor ...

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Opernwelt September/Oktober 2018
Rubrik: Gillett trifft..., Seite 100
von Christopher Gillett

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alpha

02.09. – 20.15 Uhr
Wagner: Tristan und Isolde, 3. Aufzug

Aus dem Herkuslessaal der Münchner Residenz
Aufzeichnung der konzertanten Aufführung (1981) mit Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Leonard Bernstein.

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02.09. – 17.40 Uhr
Seiji Ozawa dirigiert Beethovens 7. Symphonie

Aufzeichnung des Konzerts im Rahmen des 1992...

Zwischenruf

Sagen wir es spornstreichs, unverblümt und rundheraus: Seitdem die #MeToo-Debatte Fahrt aufgenommen hat, sieht es in der besten aller Welten für uns nicht mehr gut aus. Für uns: die «Herren der Schöpfung». Vor Urzeiten heldisch verehrt, sieht sich die Gattung Mann inzwischen in toto destabilisiert, domestiziert, desillusioniert. Besonders schlimm ist es abends, in...

Apropos... Abschiede

Fühlen Sie schon Wehmut in sich aufsteigen?
Gar nicht. Und das aus gutem Grund: Ich habe einen unbefristeten Vertrag und besitze das große Privileg, den Zeitpunkt meines Ausscheidens selber wählen zu können. Das Einzige, was mir einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, ist der Zeitplan. Ich wollte gehen, nachdem wir in unser Stammhaus, das Grand Théâtre,...