Sängerparade

Wenig Lust auf Neues: Beobachtungen beim 29. Schaljapin-Festival an der Oper in Kasan

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Kasan, die Hauptstadt der Tatarischen Republik, ist heute eine offene, grundsätzlich zweisprachige Metropole. Die Zeiten gewalttätiger Russifizierung unter Iwan dem Schrecklichen oder interkonfessioneller Kämpfe scheinen vergessen. Die im Kasaner Kreml neu errichtete Moschee Kul-Scharif mit acht Minaretten leuchtet mit Würde, strahlt metropolitanen Luxus aus. Die von den Bolschewiken verachtete Verkündigungskathedrale wurde mit so viel Großzügigkeit und Geschmack restauriert, wie man ihn selbst in Moskau nur selten findet.

Das Opernhaus befindet sich auf dem Platz der Freiheit und ist Teil eines architektonisch gut geformten Ensembles.

Das zweiwöchige Schaljapin-Festival fand kürzlich zum 29. Mal statt. Raufal Muchametsjanow, der Intendant des Hauses, Motor und Seele der Festspiele, ist ein effizienter Manager. Keine festen Verträge für Hauptdarsteller, sondern jede Saison neue Castings; Spitzensänger, auch aus dem Ausland; eine Verringerung der Aufführungen auf zehn bis zwölf pro Monat: Das alles steigerte die Auslastung auf 95 Prozent. Teilweise monatelange Gastspiele mit Klassikerhits in Holland und anderswo brachten zusätzliche Einnahmen.

Was die Kunst betrifft, sieht es an der ...

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Opernwelt April 2011
Rubrik: Magazin, Seite 69
von Alexej Parin

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