Personalien, Meldungen 2/24
JUBILARE
Helga Dernesch eroberte sich als Ensemblemitglied in Bern, Wies -baden und Köln sukzessive das hochdramatische Sopranfach, bevor sie 1967 mit der Elisabeth erstmals eine große Wagner-Partie bei den Bayreuther Festspielen sang. Bei den Salzburger Osterfestspielen gehörte die gebürtige Wienerin zu den bevorzugten Sängerinnen des Dirigenten Herbert von Karajan, der mit ihr Brünnhilde, Isolde und die «Fidelio»-Leonore auf Platte festhielt.
Nach einer Stimmkrise in den 1970er-Jahren wechselte Dernesch ins Mezzosopranfach, was ihr eine lange Karriere ermöglichte. Als Fricka, Herodias und Amme in Strauss’ «Frau ohne Schatten» überzeugte die stets besonders für ihre Ausdruckskraft gerühmte Sängerin unter anderem an der Metropolitan Opera, übernahm aber auch Uraufführungen wie im Jahr 2000 die Titelpartie von Aribert Reimanns «Bernarda Albas Haus» an der Bayerischen Staatsoper. Am 3. Februar feiert sie ihren 85. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich.
Emma Kirkby gehört zu den Pionieren der Historischen Aufführungspraxis. Dabei studierte die Britin zunächst Altphilologie, wurde zu Beginn der 1970er-Jahre Mitglied des von Andrew Parrott gegründeten Taverner Choir und arbeitete ...
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Opernwelt Februar 2024
Rubrik: Service, Seite 56
von
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Weder Musik, in der man schwimmt, noch Musik, auf der man tanzt – MUSIK, AUF DER MAN GEHT» forderte Jean Cocteau 1918 in seinem Manifest «Le coq et l’arlequin», das sich die jungen Komponisten der Pariser Groupe des Six um Darius Milhaud, Arthur Honegger und Francis Poulenc zu eigen machten. Ihr schnörkelloser, jede Emotion verweigernder Anti-Impressionismus sagte...
Ein Vorspiel auf dem Theater, das es in sich hat: Eigentlich ist ja «La Fest» angekündigt, eine «Musiktheaterkreation» mit Musik von Bach, Händel, Vivaldi und anderen. Aber die gibt es erst später – so jedenfalls Eric Gauthier, der sich an der Staatsoper Stuttgart mit dem Abend nicht bloß als Regisseur vorstellt, sondern gleich auch den Maître de Plaisir gibt, der...
