Pause machen? Kann ich nicht

Bis 2019 ist der Terminkalender schon voll. Und ZUBIN MEHTA, am 29. April vor 80 Jahren in Bombay zur Welt gekommen, will das auch nicht ändern. Weltweit lässt sich der Jubilar mit Fest­konzerten feiern – und hat zusätzlich noch mal eben den neuen Münchner «Maskenball» dirigiert

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Einer Ihrer Kollegen sagte einmal, 79, 80, 81, das sei ihm eigentlich egal.
Mir nicht. Am liebsten wäre mir 39, meinetwegen 49.

Sie haben, so schilderten Sie es einmal, früher am Pult wilde Bewegungen vollführt.

Wann legt man das ab?
Mein Wiener Lehrer Hans Swarowsky hat mich einmal bei der «Kleinen Nachtmusik» beobachtet und gefragt: «Was machen Sie eigentlich, wenn Sie ‹Tristan› dirigieren wollen?» Am Anfang meiner Karriere war ich dann schon eher diszipliniert in meinen Bewegungen – was ja nicht heißt, dass man nicht enthusiastisch sein darf. Irgendwann merkt man, dass man auch mit weniger Einsatz Kompliziertes beherrschen kann.

Sie übernahmen schon als junger Mann zwei Orchester als Chef, Montréal und Los Angeles. Hatten Sie nie Angst davor, das könnte zu früh sein?
Ein bisschen schon, weil ich ja noch gar nicht genug Repertoire mitbrachte. Die Arbeit mit diesen Orchestern lief parallel, jedes Programm war neu für mich. Aber schon damals gab es dort tolle Stimmführer, das hilft. Außerdem: Wenn man jung ist, hat man viel Chuzpe. Ich fühlte mich in meinen Interpretationen sicher – durch meine Ausbildung in Wien und durch das, was ich dort von den Stars hören durfte.

Sie wollten in ...

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Opernwelt April 2016
Rubrik: Magazin, Seite 74
von Markus Thiel

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