Ohne Donner geht's nicht
Man trägt Fell auf dem roten Teppich der Internationalen Maifestspiele. Oscar, der Hund des Intendanten, ist den Besuchern des Hessischen Staatstheaters aus der Lokalpresse bestens bekannt. Uwe Eric Laufenberg eröffnet die Festspiele mit dem Versprechen, «bestmögliche Qualität» zu bieten. Das Bestmögliche an diesem Abend ist eine eingekaufte Produktion: Brittens «The Turn of the Screw» vom Theater an der Wien, in der Regie von Robert Carsen (siehe OW 11/2011). Eine runde Sache mit kleinem Orchester, starken Solisten, ohne Chor.
Trotzdem trifft der Auftakt nicht ganz den örtlichen Geschmack. Unter dem Strich schlägt das Programm allerdings ein: Das Staatstheater verzeichnet am Ende des ersten Laufenberg-Jahres in puncto Festspiele ein Rekordergebnis.
Dabei hatte der Neue die Wiesbadener vor seinem Antritt gründlich irritiert: Laufenberg «reformierte» den gewohnten Repertoire-Spielplan, indem er kompakte Aufführungsserien ansetzte; außerdem setzte er fast das ganze Ensemble an die Luft. Ein Affront gegen das (Stamm-)Publikum, das wie an kaum einem anderen Ort an «seinen» Solisten hängt. Die Entwicklung der Haussänger, ihr Hineinwachsen in neue Partien mitzuerleben, über Jahre hinweg, ...
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Opernwelt August 2015
Rubrik: Magazin, Seite 78
von Claus Ambrosius
Den Haag, 1966. Eben war Vincenzo Bellinis Romeo-und-Julia-Variante «I Capuleti e i Montecchi» an der Scala neu herausgekommen. Nun wurde die Aufführung zu einer Attraktion des Holland Festivals. Und das auch wegen der jungen und selbst Insider-Kreisen noch kaum bekannten Interpreten: Jaume Aragall als Romeo, Luciano Pavarotti als sein Rivale Tebaldo und am Pult...
ARD-ALPHA
2.8. – 11.00 Uhr
Mariss Jansons dirigiert
Strauss: Also sprach Zarathustra.
9.8. – 11.00 Uhr (1)
30.8. – 11.00 Uhr (2)
Colin Davis dirigiert
1. Berlioz: Symphonie fantastique; 2. Mendelssohn Bartholdy: Ouvertüre zu Sommernachtstraum; Symphonie Nr. 4 «Italienische».
9.8. – 20.15 Uhr
Open Air am Odeonsplatz.
Mariss Jansons im 3/4-Takt.
16.8. – 11.00 Uhr (1)
23.8. –...
Einst ging es eher gediegen, traditionell zu bei Opera Philadelphia. Doch unter Intendant David Devan und Musikchef Corrado Rovaris hat sich die Company neu aufgestellt. Natürlich werden nach wie vor die Klassiker des Repertoires gespielt – oft in der 1856 erbauten Academy of Music. Im Rahmen des 2011 ins Leben gerufenen «American Repertoire Program» rücken jedoch...
