Noch ist die Krise nicht überwunden

Nach einjähriger Zwangspause nahm die New York City Opera mit Hugo Weisgalls «Esther» und Mozarts «Don Giovanni» den Spielbetrieb wieder auf

Probleme hatte New Yorks zweites Opernhaus, die New York City Opera (NYCO), bereits, als Gerard Mortier an dessen Spitze berufen wurde, um der benachbarten Metropolitan Opera Konkurrenz zu machen. Die dafür nötigen Zuwendungen von Sponsoren und Mäzenen blieben weitgehend aus, hinzu kamen die Auswirkungen der globalen Finanzkrise. Mortier verließ das sinkende Schiff, bevor er Gelegenheit hatte, es wieder flott zu machen. Sein Master Plan hatte unter anderem einen Umbau des New York State Theaters vorgesehen, um Akustik und Funktion des Gebäudes zu verbessern.

Das Haus blieb während der gesamten Spielzeit 2008/09 geschlossen.
Im November 2009 konnte der Betrieb unter neuer Leitung endlich wieder aufgenommen werden. Doch leider gibt es wenig Grund zum Jubel. Von den fünf Produktionen der neuen Saison sind vier Wiederaufnahmen, bei den Solisten sucht man vergeblich nach bekannten Namen. Gleichwohl liegen die durchschnittlichen Kosten pro Aufführung (wenn man den Gesamtetat anteilig umlegt) bei rund einer Million Dollar. Zum Vergleich: Die um ein Vielfaches üppiger ausgestattete Met kommt mit weniger als 800 000 Dollar aus. Auf der Habenseite kann sich die New York City Opera über eine ...

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Opernwelt Januar 2010
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Matthew Gurewitsch,Übersetzung: Albrecht Thiemann

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