Voll der Liebe

Semperoper und Staatsschauspiel bündeln die Kräfte: «King Arthur» und eine neue «Carmen» in Dresden

Liebevoll wird in Dresden die Spielzeit eröffnet. Und bei den Aufführungen im Staatsschauspiel wie in der Semperoper steht eine Frau im Mittelpunkt, gleich von mehreren Männern begehrt: in «King Arthur» die blinde Emmeline, die nicht nur das kriegerische Oberhaupt der Tafelrunde verwirrt, sondern gleichzeitig auch seinen Gegenspieler Oswald betört – nicht zu vergessen dessen Helfershelfer, einen gewissen Osmond, der in der ­Semiopera von John Dryden und Henry Purcell als «sächsischer Zauberer» fungiert. Wer in Bizets «Carmen» das Sagen hat, ist bekannt.

Don José zieht am Ende den Kürzeren (und seinen Dolch), als sich seine Geliebte anderweitig orientiert.

Das kann kein Zufall sein. Die Gleichzeitigkeit der Gefühle ist denn auch nicht zuletzt Ergebnis einer Kooperation zwischen zwei Institutionen, die auch in Zukunft als Sächsische Staatstheater enger zusammenarbeiten wollen. Von den erhofften künftigen «Synergieeffekten» einmal abgesehen, kommt im Fall von «King Arthur» ein Jubiläumsumstand hinzu, der insofern eine entente cordiale künstlerisch bekräftigt, als das nunmehr hundert Jahre alte Schauspielhaus nach dem Krieg für eine lange Zeit die Heimstatt der ausgebombten Oper gewesen ...

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Opernwelt November 2013 2013
Rubrik: Magazin, Seite 81
von Hartmut Regitz