Liebesverwirrspiel

Karlsruhe: Händel-Festspiele: Händel: Partenope

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«Partenope», Händels 27. Oper, ist ein vergnügliches Liebesverwirrspiel, bei dem es selbst dem aufmerksamsten Zuschauer schwerfällt, immer auseinanderzuhalten, welcher der drei Freier – Arsace, Armindo oder Emilio – um die Hand der legendären antiken Königin Partenope bei den gleichermaßen amourösen wie kriegerischen Verwicklungen gerade im Vorteil ist. Richtig kompliziert wird die Geschichte aber durch das Dazwischentreten von Rosmira, Arsaces verlassener Verlobten, die sich als Mann verkleidet auf die Suche nach dem Frauenhelden macht.

Und der braucht lang, bis er in diesem ungleichen Duell buchstäblich die Waffen streckt.

Der frivole Umgang des viel vertonten Librettos mit den heroischen Klischees des Genres dürfte Händel gereizt haben, eine musikalische Komödie im Gewand einer Seria zu schreiben. Das gilt nicht nur für die launige Kampfmusik, sondern auch für den melodisch eingängigeren Zuschnitt der Arien wie für den leichtgewichtigen, oft nur zweistimmigen Orchestersatz. Hier hatte die im Rahmen der 34. Karlsruher Händel-Festspiele stattfindende Aufführung des selten gespielten Stücks ihre Meriten. Michael Hofstetter animierte die exzellenten Deutschen Händel-Solisten zu ...

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Opernwelt April 2011
Rubrik: Panorama, Seite 41
von Uwe Schweikert

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