Kinderoper statt tragédie lyrique?

Die Opéra du Rhin entdeckt Cherubinis «Ali Baba ou Les Quarante voleurs»

Luigi Cherubini? Auch die Fachwelt erinnert sich des Florentiners aus Paris nur sporadisch. Dabei hatte der zu seiner Zeit fast allmächtige Komponist und Direktor des Pariser Conservatoire im letzten Jahr seinen 250. Geburtstag. Sic transit gloria mundi – tatsächlich ist der Ruhm dieser nicht zuletzt für die Entwicklung des modernen Sinfonieorchesters so wichtigen Gestalt allzu schnell verblasst. Die Elsässische Rheinoper leistete einen der wenigen Beiträge zum Gedenkjahr – mit einem Stück, das schon zu Lebzeiten des Komponisten nach wenigen Aufführungen von der Bühne verschwand.

Und in starker Bearbeitung: Die dreieinhalbstündige große Oper «Ali Baba ou Les Quarante voleurs», uraufgeführt 1833, schrumpft zur eineinviertelstündigen Spieloper, interpretiert vom Opernstudio. Kann das funktionieren?

Regisseur Markus Bothe und Pierre Thilloy, der die musikalische Bearbeitung besorgte, haben die komischen Elemente aus dem bekannten Stoff («1001 Nacht») filtriert, so dass aus der tragédie lyrique eine Art launige Kinderoper (mit deutschen Übertiteln) entstanden ist. Cherubinis Melodik ist gewinnend, und auch die durchkomponierten Rezitative schließen ungeübte Zuhörer nicht aus. Ein ...

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Opernwelt Februar 2011
Rubrik: Magazin, Seite 69
von Alexander Dick

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