John, Jack und Rap

Lang: Der Hetzer
DORTMUND | OPER

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Die Oper Dortmund verfolgt, auch in Zeiten der Pandemie, ein ehrgeiziges Programm. So will beispielsweise das Projekt «Oper für alle» den etwas sperrigen Begriff «Stadtgesellschaftliche und regionalspezifische Teilhabe»  aktiv-kreativ definieren. Dementsprechend übernehmen die Rapper IndiRekt und S.Castro in der Uraufführung «Der Hetzer» von Bernhard Lang Rollen, die als Brückenschlag zu anderen Publikumskreisen und zum verhandelten «Othello»-Stoff  fungieren sollen.

In einer soziokulturellen Stadtteil-Schreibwerkstatt entstanden zuvor Texte von Jugendlichen zu den zentralen Themen des Vorwurfs: Liebe, Eifersucht, Bosheit, Hass, Ehrgeiz, Täuschung. In Rap-Rhythmus übersetzt (und scharf pointiert als Spiegelungen von Ot(h)ello und Jago vorgetragen), treffen sie den aktuellen Kern und entsprechen den Intentionen des Komponisten, der diese «Zwischenakte» für jede Produktion neu aus der aktuellen lokalen Situation heraus geschrieben wissen will.

Der 1957 geborene Österreicher Bernhard Lang setzt mit diesem Auftragsstück die lange Serie seiner Überschreibungen fort. Diesmal also, mehrsprachig (deutsch, italienisch, englisch), Ot(h)ello: einerseits von/nach Verdi, mitschwingend aber ...

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Opernwelt November 2021
Rubrik: Panorama, Seite 35
von Karl Harb

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