Sprechend singen, singend sprechen

Kobie van Rensburg über das Glück mit Monteverdi und Mozart, Regieambitionen und seine Lust auf Britten

Monteverdi mit Jean-Claude Malgoire und Joachim Schlömer in Stuttgart («L’Orfeo») oder unter Attilio Cremonesi in Genf (Nerone in «Poppea»), Händel in München («Acis e Galatea», «Ariodante») und New York («Rodelinda»), Rares von Ferrandini, Cavalli («La Calisto») oder Haydn («Il mondo della luna» unter René Jacobs), daneben immer wieder Mozart, etwa «Idomeneo» an der Met: Die Oper des 17. und 18. Jahrhunderts ist Kobie van Rensburgs Domäne. In Halle führt der Tenor jetzt erstmals selbst Regie – und singt die Titelrolle: in Monteverdis «L'Orfeo».



Herr van Rensburg, Ihr Name klingt holländisch. Woher stammen Sie?
Ich bin in Johannesburg, Südafrika, geboren. Dort wuchs ich in einer mittelständischen Familie auf, konnte viel lernen, auf sehr gute Schulen gehen. Rückblickend weiß ich, wie privilegiert ich war gegenüber vielen meiner Landsleute. Trotz der sehr problematischen politischen Vergangenheit liebe ich meine Heimat, und ich liebe auch Afrikaans, eine sehr schöne, poetische Sprache.

Klingt Ihre Sprechstimme deshalb wie Ihre Singstimme?

Das freut mich sehr, wenn Sie das sagen. Denn die alten Gesangslehrer haben immer betont: «Si canta come si parla», also: Man muss singen, wie man ...

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Opernwelt Februar 2007
Rubrik: Interview, Seite 32
von Klaus Kalchschmid

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