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58. Jahrgang, Nr 5
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Opernwelt Mai 2017
Rubrik: Service, Seite 88
von Redaktion
Der Mann, der sich Parsifal nennt, leidet an Realitätsverlust, was beim Patienten einer Nervenheilanstalt nicht überrascht. «Wie dünkt mich doch die Aue heut’ so schön», schwärmt er angesichts des jugendstilaffinen, aber kitschig-banalen Landschaftsbildes in Pastell, das da auf einen aus dem Schnürboden herabgefahrenen Hänger projiziert wird. Und der diensthabende...
Stockholm oder Boston? Der stellvertretende Hausherr entscheidet sich zunächst für einen italienischen Operettenstaat, was im ersten Bild zu den üblichen Augenschmerzen führt. Danach hat Operndirektor Horst Kupich, der diesen Verdi eigenhändig inszeniert, seinem Ausstatter weitgehend Farbenverbot verordnet: nur noch rot und schwarz, dazu etwas weiß! Die Sache läuft...
Die Straßburger «Salome» hat noch gar nicht angefangen, schon sind wir mittendrin. Während das Publikum sich in der Opéra national du Rhin einfindet, streichen drei sehenswerte Grazien in geschlitzter Abendrobe einen Jüngling im Slip mit tiefroter Farbe an. Tiefrot sind auch die gewaltigen Flügel, die er umgehängt bekommt, mit denen er später, des knappen...
